Heidenheim/Berlin / Jannis Blank HSB-Degenass Stephan Rein wird in Berlin Zweiter und weckt damit ebenso Hoffnungen fürs bevorstehende Heidenheimer Weltcupturnier wie Niklas Multerer, der auf Platz 14 landet.

Rechtzeitig vor den Heidenheimer Fechtertagen (25. bis 28. Januar) präsentieren sich die Degen-Spezialisten des HSB in starker Form: Stephan Rein wurde bei der 55. Auflage des traditionsreichen Turniers um den „Weißen Bären“ in Berlin Zweiter. Nach einem glänzenden Turniertag musste sich das HSB-Degenass erst im Finale dem Tschechen Jakub Jurka mit 5:15 Treffern deutlich geschlagen geben. Eine gute Leistung lieferte auch Niklas Multerer ab, der sich nach sehr spannenden Gefechten auf Platz 14 focht.

Sechs Siege in der Vorrunde

Bei der 55. Auflage des „European Circuit“ Turniers der U 23 um den „Weißen Bären“ in Berlin gingen insgesamt 241 Teilnehmer aus 23 Nationen an den Start. Rein startete mit sechs Siegen in der Vorrunde und hatte damit in der ersten Direktausscheidung ein Freilos.

Im 128er-K.o. besiegte er zunächst den Italiener Alessandro Salvitti mit 15:14, anschließend setzte er sich mit 15:8 gegen Felix Lindenmann (Reutlingen) durch. Im Feld der letzten 32 Teilnehmer bezwang das Mitglied der Sportfördergruppe der Bundeswehr dann Tobias Weckerle (Böblingen) mit 15:6 und traf im Gefecht um den Einzug in die Finalgefechte der besten acht Fechter auf Jerzy Nawrocki (Polen).

Hier siegte Stephan deutlich mit 15:5 und gewann anschließend auch sein Viertelfinalgefecht gegen den Polen Mateusz Nycz mit 15:13. Mit einem knappen 15:14-Sieg im Halbfinale gegen Tristan Tulen (Niederlande) zog der HSB-Athlet in das Finale gegen Jakub Jurka (Tschechien) ein, der in seinem Halbfinale den Dänen Frederik van der Osten mit 15:7 besiegt hatte. Der Junioren-Weltcup-Gewinner von Heraklion (Ende Dezember) und Udine (Anfang Januar) holte sich auch hier den Sieg und bezwang Stephan Rein deutlich mit 15:5.

Auch Sportsoldat Niklas Multerer lieferte ein starkes Turnierergebnis. Er startete mit fünf Siegen und nur einer Niederlage in der Vorrunde. Multerer war somit von seinem ersten Direktausscheidungsgefecht befreit und konnte danach gegen den Australier Alexander English mit 15:9 seinen ersten Sieg einfahren.

Auch das nächste Gefecht konnte Multerer mit 15:11 gegen Johannes Eiler (Österreich) für sich entscheiden. In der Runde der letzten 32 traf er auf den Berliner Toni Kneist. Drei Sekunden vor Zeitablauf lag der HSBler mit 12:14 zurück. Trotzdem zeigte er noch einmal Kampfgeist und schaffte es innerhalb dieser kurzen Zeitspanne, einen Treffer zu setzen und eine halbe Sekunde vor Schluss sogar den Ausgleich zu holen.

Nervenstark im „Sudden death“

Auch beim Gefechtsstand von 14:14 zeigt er Nervenstärke und setzte im „Sudden death“ den entscheidenden Treffer zum 15:14 Sieg. Nach diesem nervenaufreibenden Gefecht traf Multerer auf Jakub Jurka. Trotz eines lange ausgeglichenen Gefechtes, konnte der Heidenheimer nicht den entscheidenden Abschluss finden und musste sich mit 12:15 dem späteren Gesamtsieger geschlagen geben. Niklas Multerer belegte im Endklassement den souveränen 14. Rang.

Die Ergebnisse der beiden Heidenheimer lassen auf ein erfolgreiches Abschneiden beim Heimweltcup um den Heidenheimer Pokal hoffen.

Die HSB-Junioren schieden bereits am ersten Wettkampftag aus. Lucas Fendt schaffte als einziger einen Sieg im 256er-K.o. gegen David Michellod (Schweiz), musste sich dann allerdings mit 11:15 dem Heidelberger Sedat Bakay geschlagen geben und landete auf Rang 81.

Die weiteren Platzierungen der Heidenheimer Fechter: 157. Etienne Folz, 173. Julian Seyd, 191. Niklas Deißler, 192. Rudger Seidel.