Heidenheim/Bonn / Nadine Rau Was für ein Duell! Manager Klaus Eckle hätte danach vor lauter Freude beinahe das Ergebnis schon wieder vergessen, Simon Gühring hält sich einen Beutel Eis an sein blaues Auge:

Beim Feiern hat Gühring doch tatsächlich einen Ellenbogen ins Gesicht bekommen. Für die deutsche Meisterschaft nimmt er das in Kauf. „Das war wirklich ein taffes Spiel, enger ging es nicht“, sagt der Kapitän, fügte aber an: „Das sind die Besten.“

Sein Teamkollege Gary Owens konnte das nur bestätigen: „It was exciting for both sides“ (Es war aufregend für beide Seiten), sagte er, und lobte seine Truppe: „We are a really good team.“ Große Freude auch bei Fernando Escarra: „Mi primer campeonato“ (meine erste Meisterschaft“), sagte er strahlend. Bis dahin war es hartes Stück Arbeit, aber Eckle wusste um die Stärke seiner Heideköpfe. „Wir haben nie aufgegeben und super gespielt. Irgendwann musste Dodson (Bonns Pitcher) mal müde werden“, so der Manager. Nach vielen möglichen Hits, die immer nur fast geglückt sind, sei irgendwann endlich der Punkt dagewesen, „ab dem es klappt“.

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Vor dem allerletzten Aus entschied er sich dafür, Peter Sykaras einzuwechseln, der alles richtiggemacht und die Meisterschaft vollends über die Bühne gebracht hat. „Ich wollte schon früher wechseln, aber Enno wollte noch weitermachen“, erzählte Eckle. Sykaras noch zu bringen, das hätte gut oder schlecht ausgehen können, doch alles lief nach Plan. So ehrlich aber ist Eckle: „Ein bisschen Glück hat auch dazugehört.“

Die Heidenheimer behalten nach dem 7:2-Sieg in Spiel drei auch im vierten Duell mit den Bonn Capitals einen kühlen Kopf und holen sich mit einem knappen 3:2 den Pokal.

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