Bei den Topspielen gegen die Stuttgart Reds heute Freitagabend um 18.30 Uhr in der Landeshauptstadt und am Samstagnachmittag um 14 Uhr in Heidenheim wollen die Heideköpfe ihre Tabellenführung behalten und einen weiteren Schritt in Richtung Playoffs machen.

Für diese wurde nun vom deutschen Verband der Modus bekannt gegeben – und es ist kein erfreulicher. Aufgrund der großen Terminprobleme in der Bundesliga-Nordgruppe, in der es noch nicht mal mit dem Start am 8. Mai klappt, werden Viertel- und Halbfinale in der Gruppe ausgetragen. Die Heideköpfe müssen sich also erst gegen die Kontrahenten im Süden durchsetzen, während der Weg ins Finale für den Dauerrivalen aus Bonn aller Voraussicht nach wieder ein Selbstläufer wird.

Ärger über Play-off-Modus

Sportlich gerecht ist das nicht, da Heidenheim, Regensburg und vielleicht auch Stuttgart allesamt auf Augenhöhe mit den Bonnern spielen könnten, sich aber gegenseitig aus dem Weg räumen müssen. Heidenheims Trainer und Manager Klaus Eckle ist nicht begeistert, sieht angesichts der schwierigen Lage im Norden, wo Corona immer noch nicht an allen Orten einen Spielbetrieb zulässt, keine andere Wahl.

Nervenkitzel bei den Heidenheimer Baseballern Heideköpfe gewinnen zweimal in der Verlängerung gegen Mannheim

Heidenheim

Eine erste aussagekräftige Einschätzung, ob es für die Heidenheimer wieder ins Finale reichen kann, wird das Wochenende bringen. Derzeit führen die HSBler mit 8:0 Siegen die Tabelle der 1. Liga Süd an, dicht gefolgt von Stuttgart und Regensburg (je 7:1). Die „Roten“ vom Schnarrenberg – wo übrigens im März der Spatenstich zum Umbau des Ballparks erfolgte – blasen nun zum Angriff.

Stuttgart hat starke Werfer

Nach eigenen Angaben soll in Stuttgart eines der „schönsten Baseballstadien in Europa“ entstehen. Da wollen die Reds natürlich auch sportlich auftrumpfen. Prunkstück der Mannschaft ist in diesem Jahr das Pitching um Ex-Heidekopf Marcel Giraud und den bisher überragenden amerikanischen Linkshänder Dustin Ward. Mit den Youngstern Joe Cedano de Leon und Yannick Witt sowie den Kroaten Antonio Horvatic und Kruno Gojkovic stehen zudem gute Einwechselwerfer zur Verfügung. Offensiv ragen der Kanadier William Germaine, der Spanier Xavi Gonzalez und der US-Amerikaner Elias Macias aus einem ansonsten sehr homogenen Stuttgarter Team heraus.

Die Heideköpfe kamen als Titelverteidiger in der neuen Saison bislang gut aus den Startlöchern, mussten gegen Mannheim zuletzt aber sogar zwei Mal in Verlängerung um die beiden Siege einzufahren. Bis auf die noch fehlenden Aaron Dunsmore und Logan Grigsby sind die Heidenheimer in Bestbesetzung und wollen auch in den Duellen gegen den württembergischen Rivalen ihre weiße Weste wahren.

Eine Schippe drauf legen

Dafür werden sie aber, vor allem im Pitching, noch eine Schippe drauf legen müssen. Mike Bolsenbroek und Ross Vance sind die zu erwartenden Starter. Am Freitag treffen die Heidenheimer voraussichtlich auf ihren Ex-Teamkollegen Giraud, der bisher gute Statistiken hat. Wie immer wirft er viele Strike-outs, gibt aber auch zahlreiche Walks ab. Entscheidend wird sein, wie sich die Heideköpfe darauf einstellen können. Morgen stehen sie dann mit Ward dem derzeit besten Werfer der 1. Liga Süd gegenüber, bisher hatte der Amerikaner aber auch noch nicht die stärksten Gegner. Ganz wichtig werden in beiden Spielen auch die Leistungen in der Feldverteidigung sein.

Sowohl im DB-Ballpark Stuttgart als auch im Hellenstein-Energie Ballpark Heidenheim  sind pandemiebedingt aktuell keine Zuschauer zugelassen. Beide Spiele sind den dafür live im Internet zu sehen, das Heideköpfe-Heimspiel morgen unter unter www.heidekoepfe.tv. Thomas Jentscher