Heidenheim / Nadine Rau Die Heideköpfe haben mit Fans und Unterstützern auf ihren Titel angestoßen.

In der Finalserie ein Spiel mit 17:1 gewonnen, in der Finalserie mitsamt den Fans den Platz getrocknet, in einem Jahr den Europacup und die deutsche Meisterschaft geholt: Die Heideköpfe haben in diesem Jahr manches geschafft, was es so noch nicht gegeben hat. „Ihr wart immer da. Ihr wart laut. Wir haben euch gehört und ihr wart sogar da, als hier alles unter Wasser stand. Das ist einzigartig in Baseball-Deutschland“, freute sich Kapitän Simon Gühring.

Die Heideköpfe, Manager Klaus Eckle, die Fans und Unterstützer kamen zu einer kleinen Meisterfeier zusammen. Eckle gab zu, dass es zu Beginn der Saison nicht nach einem solchen Ende ausgesehen hat. Aber: „Im Baseball muss man die Spiele am Ende gewinnen“, sagte er ganz entspannt, und gewährte den Gästen einen Einblick hinter die Kulissen.

So beschwerte sich etwa Pitcher Mike Bolsenbroek (fast nur im Spaß) anfangs darüber, dass er endlich nach Heidenheim gekommen sei, „hier aber den gleichen Mist wiederhabe und keiner aus dem Team die Punkte heimbringe“. Für Enorbel Márquez-Ramirez war von vornherein klar: Wenn Deutschland, dann Heidenheim. Und Gary Owens gab sich vor der Finalserie gegen Bonn selbstsicher: „They will start crying after that“ (sie werden danach anfangen, zu weinen).

Ob sie geweint haben, bleibt dahingestellt, jedenfalls aber haben sich die Heideköpfe für das verlorene Finale vergangenes Jahr revanchiert. „Wir entschuldigen uns trotzdem, wir hätten gerne noch ein Spiel hier gezeigt“, scherzte Eckle bei der Feier.

Jetzt stehen neue Aufgaben an: Spieler der Mannschaft können sich nämlich über die Europameisterschaft, die im Herbst ausgetragen wird, für Olympia 2020 qualifizieren.