Heidenheim / Thomas Jentscher Interview Der vergangenes Jahr von Regensburg gekommene Ludwig Glaser ist bei den Heideköpfen nicht mehr wegzudenken.

Seit 2018 spielt der langjährige Regensburger Leistungsträger Ludwig Glaser für die Heidenheimer Baseballer und hat diesen Schritt nie bereut. Am Samstag war er mit drei Hits – darunter ein Homerun – der Mann des Tages.

Herr Glaser, Ihr Homerun am Samstag war ein wichtiger Schritt zum Sieg. Wie haben Sie den starken Paderborner Werfer Daniel Thieben erwischt?

Es war ein hoher Fastball, damit hat er mich zuvor aus gemacht, ich dachte mir schon, dass so ein Wurf kommt.

Überhaupt lief es defensiv wie offensiv bei Ihnen glänzend, dabei gingen Sie nicht ganz verletzungsfrei in die Begegnung.

Irgendwas ist immer. Ich hatte schon einen Bandscheibenvorfall, mir die Schulter gebrochen. Jetzt bin ich am Fuß verletzt. Aber es sind Play-offs, da beißt man auf die Zähne.

Wie fällt denn Ihre Bilanz nach nun knapp zwei Jahren in Heidenheim aus?

Bei den Heideköpfen fühle ich mich richtig wohl. Klaus Eckle macht einen guten Job und hier vertraut man den Spielern, da ist nicht dieser ständige Druck. In meinem Alter möchte man das Training mehr genießen.

Und das mit dem Training klappt – obwohl Sie ja weiter in Regensburg wohnen.

Ja, das geht. Ich habe ja jetzt mit Mike Bolsenbroek einen Trainingspartner. Wir trainieren zusammen mit unserem früheren Coach Martin Helmig.

Dann steht weiteren Spielzeiten bei den Heidenheimer Baseballern nichts im Weg?

Nächstes Jahr möchte ich auf jeden Fall noch in Heidenheim spielen. Dann muss ich mal schauen, wie es gesundheitlich und mit meinem Job als Bahningenieur vereinbar ist.

Nun geht es im Halbfinale gegen den souveränen Südmeister Mainz. Wie sehen Sie die Chancen?

Mainz hat eine starke Mannschaft, gegen die spielt keiner gerne. Aber wir haben sie auch schon geschlagen. Es ist Halbfinale, da gibt's keine leichten Gegner.