Zwei Spiele an einem Tag: Die erste Partie in Tübingen war eine klare Angelegenheit und ging vorzeitig nach sieben gespielten Innings mit 11:0 an die fehlerfrei agierenden Heideköpfe. Der belgische Nationalspieler Drew Jansen pitchte fünf starke Innings ohne gegnerischen Hit (8 K, 1 BB) für den Win; den einzig erfolgreichen Schlag für die in allen Belangen unterlegenen Gastgeber steuerte Chas Richards erst im siebten Inning gegen Einwechselwerfer Patrick Seyfried (2IP, 1 H, 2 BB) bei.

Hawks-Starting Pitcher Philipp Munz geriet dagegen früh „unter die Räder“ und gab in den ersten zwei Durchgängen fünf Runs, zwei Hits und sechs Walks ab. Ihm folgten noch Matthias Schmitt, Kubilay Yilmaz und Chas Richards auf den Mound. Einen sehr erfolgreichen Tag am Schlagmal hatte Heidenheims Gary Owens, der für zwei Hits, drei RBI und einen Run verantwortlich war. Ludwig Glaser gelang ein Solo-Homerun.

Tübingens Pitcher wird „geknackt“

Einen deutlich knapperen Verlauf nahm das zweite Spiel des „Double Headers“. Tübingens Spielertrainer Joshua Wyant pitchte einmal mehr in dieser Saison ein überragendes Spiel und wurde letztlich erst im neunten Inning von der Heideköpfe-Offensivreihe vollends „geknackt“.

Tübingen gelangte früh mit 2:0 gegen Heideköpfe-Starter Ross Vance in Führung und hielt diese mit sehenswerten Spielzügen bis in den siebten Spielabschnitt. Shawn Larry gelang bereits im sechsten Inning ein Solo-Homerun zum 1:2-Anschlusspunkt, ehe er im siebten Umlauf erneut Maß nahm und das Spielgerät zur 3:2-Führung aus dem Stadion donnerte. Angeführt von Wyants 2-Run-Homerun (gegen Heideköpfe-Reliefer Elian Gentner) drehte Tübingen erneut das Spiel und war Ende des achten Innings mit 5:3 in Front, ehe die weiter druckvoll agierenden Heidenheimer im 9. und letzten Inning den Durchbruch schafften.

Solo-Homerun von Philip Schulz zum Auftakt, Freilauf für Sascha Lutz, Basehit von Simon Gühring und absichtlicher Freilauf für Shawn Larry – der Tisch war gedeckt für Gary Owens und dieser ließ sich nicht zwei Mal bitten: Grand-Slam-Homerun zum 7:5.

Wyant ging auch unter Applaus der zahlreich mitgereisten Heidenheimer Fans vom Mound, ehe Leo Burrer noch einen weiteren Run kassierte. Patrick Seyfried machte für Heidenheim den Sack zu und bekam dafür den Win gutgeschrieben. Auch beachtlich: Ludwig Glaser schlug an diesem Spieltag 7 Hits aus 7 Schlagversuchen.

So geht’s weiter

Für das Viertelfinale um die deutsche Meisterschaft wird zunächst am Sonntag, 27. Juni, der Gegner der Heideköpfe ermittelt. In Mannheim treten die Gastgeber und Haar aufeinander (13 und 16.30 Uhr). Anschließend werden die ersten beiden Partien des Viertelfinales am Samstag, 3. Juli (14 Uhr) und am Sonntag, 4. Juli (14 Uhr), in Heidenheim ausgetragen.

Zum Abschluss geht’s nach Tübingen Wer wird Gegner der Heideköpfe?

Heidenheim/Tübingen