Es herrschte am Wochenende eine angenehme Atmosphäre im relativ gut besuchten Heideköpfe-Ballpark, daran änderten auch die klaren Siege der Gastgeber nichts. Am Freitagabend leisteten die Ulm Falcons beim 12:2 für Heidenheim nach vier Innings gut Widerstand, am Samstag gingen sie beim 15:0 in nur vier Innings dann mehr als deutlich unter. Für die HSB-Baseballer waren es die letzten Schritte auf dem Weg ins Halbfinale um die deutsche Meisterschaft.

Gleich vier Ex-Heideköpfe waren im Kader der Ulmer, auch auf den Rängen gab es so manches Wiedersehen zwischen alten Bekannten. Bei einem ehemaligen Heidenheimer läuft es in dieser Saison richtig gut: Lukas Antoniuk schlug auch den ersten Hit des Abends. Ein anderer, Efthimios Flüge, leistete zunächst als Werfer gute Gegenwehr. Erst im dritten Inning markierten die Platzherren die ersten beiden Punkte, bejubelten dann im folgenden Durchgang den ersten Homerun von Simon Liedtke in der Bundesliga zum 4:0.

Ulm verkürzte gegen den Heideköpfe-Pitcher Lars Huijer sogar noch auf 2:4, im Rückschlag des fünften Innings mache die Offensive dann aber Ernst. Eine Reihe von Hits, Walks und „wilden Würfen“ der Ulmer Pitcher führte zu gleich sieben Punkten. Herausragend war dabei ein weiterer Schlag über die Spielfeldbegrenzung Zaun von Shawn Larry – bereits sein vierter Homerun in diesem Jahr. Für den zwölften Punkt sorgte Samuel Tsopatalo mit einem Triple, so war nach sieben Innings Feierabend.

Noch schneller ging’s am Tag darauf. Bereits im ersten Abschnitt führten zwei Walks und zwei Hits zu einer 3:0-Führung, diese bauten die Heideköpfe im zweiten Inning unter anderem durch einen Homerun von Gary Owens auf 7:0 aus. Und im vierten Durchgang waren es weitere acht Hits der Heidenheimer, die zum 15:0 führten.

Die sogenannte Mery-Rule (Gnadenregel) wurde in diesem Jahr neu definiert und sorgt noch für etwas Verwirrung. So mussten alle Beteiligten erst einmal kurz nachfragen, ehe es klar war: Bei einer Differenz von 15 Punkten ist bereits nach vier Innings Schluss – schade eigentlich.

Beeindruckend war in diesem Spiel der Auftritt von Heideköpfe-Pitcher Mike Bolsenbroek. Er stand in den vier Durchgängen nur 16 Schlagleuten gegenüber und schaffte gegen elf von ihnen ein Strike-out (1 Hits, 0 Walks). Ebenso erfreulich: Der junge Yannic Walther bestritt das Spiel als Catcher, überzeugte defensiv und dazu mit drei Hits bei drei Schlagversuchen.

Das Halbfinale ist nun also sicher, wahrscheinlich werden die Heideköpfe als Tabellenzweiter in diese Vorschlussrunde einziehen. Regensburg machte es am Wochenende gegen München-Haar nach einem 16:5 im ersten Spiel in der zweiten Begegnung zwar spannend, gewann aber letztlich doch mit 9:7 und führt dank des direkten Vergleichs weiter vor Heidenheim (beide 11:1 Siege). Kommendes Wochenende erwarten die Legionäre Mannheim, die Heideköpfe spielen gegen Haar.

Namen und Zahlen zum Spiel


Heidenheim Heideköpfe – Ulm Falcons 12:2 / 15:0
Hits: 11:7 / 15:1, Errors: 0:1 / 1:1, Zuschauer: 310 / 360, Schiedsrichter: Waider/Hartl
Heideköpfe: Schulz (SS; 5 Hits bei 9 Schlagversuchen, 2 Doubles, 3 RBI, 1 Walk), Gühring (C/1B; 3/8, 1 Double, 1 Triple, 4 RBI), Owens (CF; 2/4, 1 Homerun, 1 Double, 4 RBI, 3 Walks), Larry (RF; 1/6, 1 Homerun, 2 RBI, 1 Walk), Glaser (1B/3B; 3/6, 1 Double, 2 RBI, 1 Walk), Liedtke (2B; 2/6, 1 Homerun, 3 RBI, 1 Walk), Gentner (3B; 1/3, 1 Walk) ,Holl (LF; 0/5, 1 Walk), Pecci (DH; 3/4), Krumm (DH; 2/3, 2 Doubles, 3 RBI), Walther (C; 3/3, 1 Double, 1 RBI), Hörger (PR) – Pitcher: Huijer (5 Innings, 2 Earned Runs, 3 Strike-outs), Seyfried (1 I, 0 ER, 1 SO) ,Hörger (1 I, 0 ER, 2 SO), Bolsenbroek (4 I, 0 ER, 11 SO)