Freitagabend, Flutlicht und zwei Mannschaften, die richtig gut gestartet sind. Das Duell zwischen dem 1. FC Heidenheim und Fortuna Düsseldorf am Freitagabend verspricht einiges. Ach ja, nebenbei auch noch die Tabellenführung in der 2.  undesliga.

Da sagt selbst der sonst nur in zweiter Linie auf die Tabelle blickende FCH-Trainer Frank Schmidt: „Wir alle wissen, dass der Sieger über Nacht Tabellenerster sein kann. Wir wollen Düsseldorf schlagen. Aber mir ist klar, dass Düsseldorf auch Spitzenreiter werden will. Also: Ins Stadion kommen und zuschauen – ich hoffe auf eine große Kulisse.“

Der FCH und die Rheinländer liegen mit jeweils elf Punkten direkt hinter dem Spitzentrio und da Paderborn, Darmstadt (beide 13 Zähler) sowie der HSV (12) erst morgen und am Sonntag an der Reihe sind, winkt dem heutigen Sieger der Sprung auf Rang eins. Kaufen kann man sich dafür nichts, und die mögliche Tabellenführung würde höchstwahrscheinlich nicht mal bis Sonntagabend Bestand haben, aber hübsch anzusehen wäre es schon einmal.

Vom Abstiegskampf zum Topteam

Das sagen sich natürlich auch die Düsseldorfer, die seit Februar eine beachtliche Entwicklung hingelegt haben. Nach 21 Spieltagen der Saison 2021/22 stand die Fortuna auf dem Relegationsplatz, dann kam der neue Trainer Daniel Thioune und feierte mit dem 2:1 über den späteren Aufsteiger Schalke 04 einen Einstand nach Maß.

Unter ihrem neuen Coach verloren die Düsseldorfer nur noch ein Spiel, den Klassenerhalt machten sie ausgerechnet mit dem 3:1 in Heidenheim am drittletzten Spieltag perfekt. Eine Niederlage, die noch wurmt, war es für die klar unterlegenen FCHler, bei denen Schmidt nach positivem Coronatest fehlte, auch das endgültige Aus im Aufstiegsrennen.

Ein ausgeglichen starker Gegner

Die Fortuna hat den Trend jedenfalls fortgesetzt, startete mit drei Siegen in der Liga und im DFB-Pokal in die Runde, hatte dann mit einer Niederlage und zwei Remis eine kleine Durststrecke, ehe zuletzt ein deutliches 4:0 über Regensburg gelang.

„Sie haben von allem etwas, sind stark in der Offensive, gut bei Standards, haben die meisten Tore nach Ballgewinnen und auch noch nicht allzu viele Treffer zugelassen“, weiß Schmidt, der die sehr ausgeglichen besetzten Düsseldorfer zu den Aufstiegskandidaten zählt. Die Ansprüche sind in einer Landeshauptstadt mit WM-Stadion natürlich auch von Natur aus etwas höher.

Schmidt baut auf die Fans

Aber der FCH muss sich nach den bisherigen Auftritten nicht verstecken. „Das wird ein Duell auf Augenhöhe. Ich glaube, dass einfach die Tagesform, der letzte Wille den Ausschlag geben wird“, sagt der Heidenheimer Trainer und baut auf die Fans: „Da können uns die Zuschauer helfen, können positive Stimmung auf die Mannschaft übertragen.“

Beim FCH fallen neben dem zweiten Torhüter Vitus Eicher nur Melvin Ramusovic und Thomas Keller aus, Jan Schöppner und Denis Thomalla waren zuletzt leicht angeschlagen, sollten aber spielen können. Es sind eher keine Änderungen in der Startelf zu erwarten, Schmidt betont aber auch die Wichtigkeit der Ersatzbank. „Wenn man reinkommt, muss man auch die Dinge zum Positiven verändern – sonst müsste ich ja als Trainer nicht wechseln.“

Mit seinem Kader ist Schmidt zufrieden, so war auch schon länger klar, dass sich beim FCH bis zum Ende des Transferfensters am Donnerstagabend nichts mehr tun würde. „Man hat schon gesehen, dass wir wieder gute Entscheidungen getroffen haben, wo viele vielleicht gedacht haben: Wie soll das funktionieren? Deshalb: Ruhe bewahren, uns vertrauen“, so Schmidt.

Autogrammstunde beim Straßenfest

Am Samstag dürfen sich die Fans dann wieder auf das Straßenfest in der Heidenheimer Fußgängerzone freuen. Der FCH-Fanshop öffnet um 10 Uhr seine Türen, von 11.30 Uhr an folgt dann eine die Autogrammstunde. Dabei wird das Team von Frank Schmidt mit dem Mannschaftsbus unmittelbar vor dem Fan- und Ticketshop parken. Exklusiv gibt es bei dieser Autogrammstunde erstmals die neuen Autogrammkarten und das Mannschaftsposter für die Saison 2022/23.

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Heidenheim