Sich sehr viel vorgenommen, um am Ende wieder mit leeren Händen dazustehen. Durch die enttäuschende 0:2-Heimniederlage gegen den Hamburger SV hat sich der Abstand des Tabellenletzten 1. FC Heidenheim auf den Relegationsplatz um einen Punkt vergrößert. Positiv ausgedrückt: Auf den ersten Nicht-Abstiegsrang ist der Rückstand gleichgeblieben (ebenfalls sechs Zähler). Allerdings hat sich das Torverhältnis weiter verschlechtert und es ist ein Spiel weniger zu spielen. Zudem hat der FCH ein miserablse Torverhältnis (-28), was so gut wie ein Punkt ist, wie Trainer Frank Schmidt anmerkte.

Der 1. FC Heidenheim verliert 0:2 gegen den Hamburger SV
Nach dem Schlusspfiff gab es aber keine Pfiffe gegen die Mannschaft, sondern aufmunternden Applaus. Auch von der Osttribüne der Voith-Arena, der Heimat der organisierten Fanszene, gab es einschwörende Worte. „Unsere Fans haben es richtig gesagt: Es ist eine Scheißniederlage, eine Scheißsituation. Über weite Strecken sind es keine guten Leistungen, die wir zeigen, aber eins darf nicht passieren: Dass man nicht zusammen den Weg geht und nicht jeder alles gibt“, sagte Coach Schmidt.
Da gibt es ganz andere Fanszenen in Deutschland, die da anders reagiert hätten.
Marnon Busch, Spieler des 1. FC Heidenheim, über die Ultras des FCH
Ähnlich fasste es Marnon Busch auf, der die Botschaft des Capos (Vorsänger bei den Ultras) folgendermaßen wiedergab: „Die glauben an uns, die werden sich nicht von uns abwenden“, so der Verteidiger. „Unsere Fans, gerade die aktive Fanszene, hat ein ganz feines Gespür dafür, wann wir ein gutes Spiel abgeliefert haben, wann wir alles reingelegt haben. Sie honoriert Leistung in dem Sinne, wenn wir alles gegeben haben. Das ist wirklich klasse. Da gibt es ganz andere Fanszenen in Deutschland, die da anders reagiert hätten.“
Der 31-Jährige betont aber auch: „Wir als Mannschaft stehen in der Pflicht, das mit Leistung, Energie, mit guten Spielen, aber vor allen Dingen mit Leidenschaft zurückzuzahlen.“


