Das kann ja was werden: Zum dritten Mal in dieser Saison treffen der 1. FC Heidenheim und der Hamburger SV aufeinander (Samstag, 15.30 Uhr, Voith-Arena). Im Hinspiel musste sich der FCH mit 1:2 geschlagen geben, im DFB-Pokal kam nach einem 0:1 das Aus. Überhaupt konnten die Heidenheimer die letzten sieben Duelle mit dem HSV nicht für sich entscheiden (zwei Unentschieden, fünf Niederlagen).
Die Hamburger hingegen imponierten zuletzt mit einem 2:2 gegen den FC Bayern München. Sind sie also Favorit gegen den FCH? Auf diese Frage möchte sich Merlin Polzin nicht einlassen. Der HSV-Coach warnt dagegen vor dem Tabellenletzten: „Jeder, der ihr Spiel in Dortmund oder beispielsweise in Wolfsburg gesehen hat, weiß, dass Heidenheim ganz weit weg davon ist, etwas auch nur ansatzweise aufgegeben oder sich mit etwas abgefunden zu haben“, so der 35-Jährige, der sich zudem sicher ist, dass der FCH brennen und eine zusätzliche Motivation aus der Niederlage im Hinspiel und dem Ausscheiden aus dem Pokal schöpfen werde. „Sie werden maximal aggressiv auftreten und mit sehr viel Härte, positiv gemeint, in die Zweikämpfe gehen“, warnt Polzin, der großen Respekt vor der Leistung des FCH-Trainers hat – und dies folgendermaßen zum Ausdruck bringt: „Frank Schmidt ist für mich eine absolute Legende, wenn man bedenkt, seit wie vielen Jahren er diesen Job macht und auf welches Niveau er Heidenheim gebracht hat.“
Für den Hamburger SV werde die Partie auf dem Schlossberg ein Charakterspiel, so Polzin. Nach Spielen gegen Topteams habe die Hamburger Mannschaft oft nicht das abgerufen, was die Mannschaft zuvor ausgezeichnet hat. Deswegen sagt Polzin im Hinblick auf das Duell in Heidenheim: „Ich bin voller Zuversicht und bin sehr gespannt, ob wir ein anderes Gesicht zeigen als nach den letzten Highlightspielen.“

