Erfüllt seinen Vertrag bis 2027

Warum das entschlossene Bekenntnis von Trainer Frank Schmidt zum FCH in der aktuellen Situation ein wichtiges Zeichen ist

Frank Schmidt beendet die Spekulationen: Der Trainer des 1. FC Heidenheim will seinen Vertrag erfüllen – unabhängig von der Liga. In einer schwierigen Phase sendet er damit ein klares Signal an Verein, Mannschaft und Fans, und formuliert zugleich Bedingungen für einen möglichen Neustart in der 2. Bundesliga.

Die entscheidende Botschaft der Pressekonferenz vor dem Heimspiel des 1. FC Heidenheim gegen Bayer Leverkusen kam nicht zwischen den taktischen Analysen oder Personalfragen. Frank Schmidt formulierte sie klar und deutlich. Der 52-Jährige bleibt auch in der kommenden Saison beim FCH. Und das unabhängig davon, in welcher Liga die Heidenheimer ab dem 1. Juli spielen werden.

Hat noch ausreichend Energie für ein weiteres Jahr beim 1. FC Heidenheim: Trainer Frank Schmidt.

Klares Bekenntnis zum FCH: Frank Schmidt bleibt auch in der 2. Bundesliga Trainer der Heidenheimer

Trainer Frank Schmidt sorgt für Klarheit beim 1. FC Heidenheim: Er erfüllt seinen Vertrag und bleibt auch im möglichen Abstiegsfall. Trotz schwieriger Phase richtet er den Blick nach vorn. Mit klaren Zielen für die neue Saison:
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„Ich werde meinen Vertrag erfüllen“, sagte Schmidt. Ein Satz, der in diesen Tagen Gewicht hat. Schließlich hatte es unter der Woche Spekulationen gegeben, ihm könne nach einer kräftezehrenden Saison die Energie fehlen. Der Trainer widersprach deutlich. „Ich mag das nicht, wenn solche Dinge einfach im Raum stehen, und ich finde, da muss man jetzt auch mal ein klares Zeichen setzen.“ Am Donnerstag hatte er Vorstandschef Holger Sanwald in einem Gespräch mitgeteilt, dass er seinen bis zum 30. Juni 2027 gültigen Vertrag erfüllen wird. „Auf mich kann man sich verlassen“, so Schmidt. Wie es danach weitergeht, bleibt aber weiterhin offen. Eine Verlängerung seines Arbeitspapiers, die in der Vergangenheit oft sehr frühzeitig passierte, scheint aktuell kein Thema zu sein.

Starkes Signal in ungewissen Zeiten

Und das muss es in der aktuellen Lage auch nicht sein. Das mittelfristige Bekenntnis ist ein wichtiges Signal an den Verein, an die Mannschaft, an die Fans. Und das in einer Situation, in der rund um den FCH noch viel Ungewissheit herrscht. In welche Liga geht es mit welchen Spielern weiter, und welche Rolle spielt man dann? Egal wo und mit wem, Frank Schmidt ist dabei.

Der gebürtige Heidenheimer, der seit mehr als 18 Jahren das Traineramt auf dem Schlossberg innehat, will seinen Weg weitergehen, wenngleich vieles darauf hindeutet, dass er erstmals in seiner Trainerkarriere einen Abstieg antreten muss.

Wie sieht der Kader des 1. FC Heidenheim in der kommenden Saison aus? Genau diese Frage stellen sich Dominik Florian (links) und Erik Tham in der neuesten Folge des Podcasts „555 Meter“.

So wird sich der Kader des 1. FC Heidenheim nach der Saison verändern

Wer kommt? Wer geht? In der neuesten Folge des Podcasts „555 Meter“ werden genau diese Fragen thematisiert. Viel Bewegung wird vor der kommenden Saison im Kader des 1. FC Heidenheim erwartet. Einige Entscheidungen könnten für eine Überraschung sorgen:
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Dabei verhehlt er nicht, dass die aktuelle Situation Spuren hinterlässt. „Natürlich macht das etwas mit einem“, sagte er. Die vergangenen anderthalb Jahre des Dauerabstiegskampfs seien nicht nur sportlich schwierig gewesen, sondern auch emotional. Doch genau daraus zieht er neue Motivation. „Ich will nächstes Jahr wieder mehr Spiele gewinnen als verlieren“, sagt er.

Schmidt will eine „Aufbruchstimmung“ erzeugen

Statt sich zurückzuziehen, formuliert er einen klaren Anspruch: einen Neustart, mit dem Schmidt eine „Aufbruchstimmung“ erzeugen will. Dafür stellt er auch Bedingungen. Nur Spieler, die den Weg voll mitgehen, sollen Teil des Teams sein. „Das ist kein Gefängnis hier“, sagte er. Wer von diesem Weg nicht überzeugt sei, könne sich auch trotz eines gültigen Vertrags anders orientieren.

Damit richtet sich der Blick bereits über die aktuelle Saison hinaus, obwohl diese noch nicht entschieden ist. Sein klares Zeichen vor den verbleibenden acht Spieltagen könnte vielleicht noch Kräfte freisetzen, auch wenn es für eine Aufholjagd schon zu spät sein dürfte. In die Planungen für die neue Saison bringt es aber definitiv eine große Portion Sicherheit.