„Das Thema ökologische Nachhaltigkeit beschäftigt uns nicht erst auf Grund der aktuellen Situation, sondern schon seit Jahren“, sagt Petra Saretz, die im Vorstand des 1. FC Heidenheim für Organisation und Lizenzierung zuständig ist. Schon in der Vergangenheit nahm der Fußball-Zweitligist, der im Jahr 2012 mit dem zweiten Platz beim Umweltcup des Deutschen Fußball-Bundes ausgezeichnet wurde, einige Maßnahmen vor.

Rang zwei beim Umweltcup

So wurden 2011 Sonnenkollektoren auf dem Stadiondach installiert, welche mittlerweile eine Fläche von 3.952 Quadratmetern haben und ein Drittel des Strombedarfs decken. Außerdem verfügt die Voith-Arena über wasserlose Urinale und Toilettenspülungen mit Wasserspartasten, wassersparende Duschköpfe in den Kabinen, Energiesparfenster, Bewegungsmelder und sparsame Leuchtstoffröhren. Die Rasen der Voith-Arena und der Trainingsplätze werden mit Regenwasser aus einem Rückhaltebecken und einer Zisterne bewässert.

Dennoch stellt die aktuelle Situation eine weitere Herausforderung dar. „Selbstverständlich betreffen auch uns als FCH die gestiegenen Energiepreise – wenngleich sich die Kosten derzeit nicht beziffern lassen“, erklärt Pressesprecher Markus Gamm. Was das Thema Rasenheizung betrifft, werde man allerdings als höchstgelegener Standort im deutschen Profifußball, mit entsprechenden Witterungsverhältnissen, darauf im Winter nicht verzichten können. „Trotzdem werden wir so weit wie möglich Anpassungen bei der Verwendung der Rasenheizung vornehmen“, so Gamm.

Sparmaßnahmen ausgeweitet

Mit dem Inkrafttreten der Energieeinsparverordnung der Bundesregierung zum 1. September habe der FCH seine Maßnahmen nochmals ausgeweitet. So wurde die Lüftungsanlage der Voith-Arena, nach dem Ende der coronabedingten behördlichen Vorgaben, wieder auf den Energiesparmodus zurückgestellt, um Heizkosten zu sparen und der Betrieb an Veranstaltungen gekoppelt. Die Heizungs- und Wassertemperaturen der gesamten Voith-Arena wurden mit Beginn der Heizperiode reduziert und die Rasenheizung auf ein Minimum zurückgefahren. Die Umstellung der Flutlichtanlage auf eine energiesparende LED-Beleuchtung wird geprüft, auch der Betrieb der SMD-Bande soll einer Energieoptimierung unterzogen werden.

„Außerdem hoffen wir auf eine Genehmigung des aktuellen Bauleitplanverfahrens, damit wir auf den dann möglichen neuen Gebäudedachflächen weitere Photovoltaik-Anlagen installieren können. Des Weiteren ist gemeinsam mit den Stadtwerken Heidenheim eine Umstellung der Wärmeversorgung auf alternative Energien geplant.“, so Petra Saretz.