Heidenheim / Thomas Jentscher Frank Schmidt ließ sein Team spielen wie Leverkusen gegen München: Vollgas ohne Angst.

Ein Sieg über einen renommierten Erstligisten – dann kann man als Trainer auch mal zufrieden sein. Frank Schmidt analysierte dennoch genau.

In der ersten Halbzeit habe sein Team zwar gut die Räume eng gemacht und keine großen Torchancen zugelassen, er hätte sich aber ein paar mehr „Nadelstiche“ in Form von konsequenten Kontern gewünscht. „Da haben wir die Bälle zu schnell wieder verloren“, sagte Schmidt, der dann sehen musste, wie Leverkusen kurz vor der Halbzeit nochmal Ernst machte, insbesondere durch den Torschützen Julian Brandt.

Was sagt man seinem Team in einer solchen Situation. „Den ersten Impuls habe ich von der Homepage von Bayer Leverkusen mitgenommen, da stand vor dem Spiel gegen Bayern München: Vollgas ohne Angst. Das haben wir mitgenommen. Und wie es der Zufall so will, lagen wir auch 0:1 zurück, so wie Leverkusen gegen die Bayern“, erklärt der FCH-Coach, der für die zweiten 45 Minuten auch taktisch umstellte.

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Schmidt: „Wir haben dann höher verteidigt, konnten heute unheimlich laufen. Das frühe Tor in der zweiten Halbzeit hat uns dann noch einen Schub gegeben. Es klappt nicht immer alles, aber heute hat sehr viel geklappt. Deshalb kann man jedem einzelnen Spieler ein Kompliment machen. Und auch den Fans – das war eine Stimmung wie wir sie schon lange nicht mehr erlebt haben.“

Am Ende war es dann ein Abwehrkampf. „Klar gab es noch ein, zwei halbe Sachen, aber ansonsten haben wir das gut verteidigt“, betont Schmidt und sprach von einem tollen Pokalfight. „Das war so, wie wir es uns vorgestellt haben. Da darf man auch mal feiern, ab morgen haben wir dann vier Tage Zeit, uns auf Darmstadt vorzubereiten.

Wie erwartet konnte er mit der Frage nach einem Wunschgegner fürs Viertelfinale, das am Sonntag ausgelost wird, nicht viel anfangen. „Wir freuen uns jetzt einfach, dass wir weiter gekommen sind. Das ist eine Verlosung, da haben wir keinen Zugriff darauf. Wir nehmen es wie's kommt, wünschen uns aber ein Heimspiel. Also wünschen wir doch was.“