Algorfa / Thomas Jentscher Der erste Test der Heidenheimer Fußballer im Rahmen des Trainingslagers im spanischen Algorfa verlief äußerst erfolgreich.

Gestern Nachmittag schlug der FCH den belgischen Erstligisten ASC Anderlecht mit 2:1.

Nach der Ankunft in Spanien und einem ersten lockeren Training absolvierte die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt bereits vier intensive Einheiten, ehe gestern als sicherlich willkommene Abwechslung ein Spiel auf dem Programm stand.

Dabei mussten Marc Schnatterer, der nach seiner Verletzung an der Sohle noch vorsichtig eingesetzt wird, Maximilian Thiel (Sprunggelenk), Timo Beermann (muskuläre Probleme), Kevin Lankford und Denis Thomalla (beide krank) aussetzen.

Mit Anderlecht hatten sich die Heidenheimer einen renommierten Gegner ausgesucht, der belgische Rekordmeister (34 Titel) hat unter anderem schon zweimal den Europapokal der Pokalsieger gewonnen.

Die Partie begann gestern bei guten äußeren Bedingungen eher zerfahren. Anderlecht setzte den FCH mit hohem Pressing früh unter Druck, die Heidenheimer konnten sich aber immer wieder befreien und Ballverluste vermeiden. Offensiv lief allerdings auch nicht viel zusammen.

Chancen auf beiden Seiten

In der zweiten Halbzeit – Schmidt hatte sein Team nahezu komplett durchgewechselt – wurde das Spiel dann offener, beide Teams kamen nun zu Chancen. Und der FCH zeigte sich dabei effektiver, in der 62. Minute brachte Arne Feick sein Team mit 1:0 in Front. Nach einem Eckball drückte er die Kugel aus kurzer Distanz über die Linie.

Zwölf Minuten später erhöhte Robert Glatzel bei seinem ersten Einsatz seit Mitte November auf 2:0. Nikola Dovedan hatte gut nachgesetzt und im richtigen Moment den Pass in den Strafraum gespielt, Glatzel traf aus schwierigem Winkel mit einem schönen Heber über den Torwart hinweg ins lange Eck.

Nach 70 Minuten löste Nachwuchskeeper Diant Rama Kevin Müller im FCH-Tor ab und bekam noch zweimal die Gelegenheit, sich auszuzeichnen. Erst in der 90. Minute gelang den Belgiern der Treffern zum 1:2, es blieb aber beim Sieg für Heidenheim.

Schmidt war mit der Leistung seiner Truppe zufrieden. „In der ersten Halbzeit haben wir keine Torchance zugelassen, aber selbst auch nur eine richtige gehabt“, resümiert der Heidenheimer Cheftrainer. In der zweiten Halbzeit sei es dann umgekehrt gewesen. „Wir waren nicht mehr ganz so stabil in der Defensive, haben die ein oder andere Möglichkeit zugelassen, hatten aber auch gute Chancen und haben zwei schöne Tore gemacht. Es war ein guter Test für uns“, so Schmidt. Dennoch gab es einen Wermutstropfen: Schon nach 15 Minuten musste Sebastian Griesbeck verletzt vom Platz, eine Diagnose steht noch aus. Schmidt: „Er ist mit dem Sprunggelenk umgeknickt, da hoffen wir jetzt einfach, dass es nicht so schlimm ist und er nicht lange pausieren muss.“

Griesbeck muss verletzt raus

Heute ist für die Heidenheimer Regeneration angesagt. Lag bisher der Schwerpunkt auf der Defensivarbeit, so soll nun bis zum nächsten Testspiel gegen Neuchatel mehr an an den Themen Spielaufbau, Torabschluss und Standards gearbeitet werden. FCH, 1. Halbzeit: Müller – Busch, Wittek, Mainka, Theuerkauf – Andrich, Griesbeck (15. Sessa), Dorsch, Kilic, Skarke – Schmidt 2. Halbzeit: Müller (70. Rama) – Steuer, Feick, Strauß, Reithmeir – Sessa, Multhaup, Pusch, Brändle – Glatzel, Dovedan