Heidenheim / Thomas Jentscher Gegen Sandhausen mussten die Heidenheimer erneut einem Rückstand hinterherlaufen. Das sagen Stefan Schimmer, Niklas Dorsch und Kevin Müller dazu:

„In der ersten Halbzeit waren wir glaub gar nicht so schlecht im Spiel, standen defensiv relativ gut. Aber wieder mal hat die Durchschlagskraft vorne gefehlt“, meinte , der als einer der wenigen ein paar spielerische Akzente setzen konnte.

Es sei zwar hin und her gegangen, bei Timo Beermanns Kopfball auch die Führung möglich gewesen. „Aber am Ende war es verdient, weil wir als Mannschaft nicht zusammengearbeitet haben“, fasst der FCH-Mittelfeldmann zusammen. „Das Positive ist, dass es am Freitag schon weitergeht und wir die Chance haben, das besser zu machen und das zu zeigen, was uns ausmacht“, so Dorsch mit Blick auf die Partie in Nürnberg.

Torwart Fazit war deutlich. „Wenn du zu Hause 0:2 verlierst, nach der Niederlage in Dresden, dann ist das schon sehr enttäuschend.“ Es habe zwar eine kleine Steigerung gegeben, die reiche aber bei weitem nicht aus. „Wir gehen mit Negativerlebnissen zu schlecht um, lassen uns nach dem 0:1 runterziehen“, beklagt der 28-Jährige und mahnt: „Wir müssen das defensiv besser machen. Wir hatten jetzt vier Spiele und sind immer in Rückstand geraten. Da fehlt dir irgendwann auch mal die Energie, immer wieder hinterherzulaufen.“

Das Selbstvertrauen fehlt

Der FCH-Keeper weiß, dass in solchen Situationen oft eines zum anderen kommt. „Das Dresden- Spiel hat vielleicht die Fassade ein bisschen eingerissen. Es fehlt jetzt auch das Selbstvertrauen.“ Trotzdem sieht Müller nicht schwarz: „Wir haben aus den ersten beiden Spielen vier Punkte geholt, sind im Pokal vernünftig weitergekommen – klar, vielleicht haben wir uns davon auch ein bisschen blenden lassen. Aber nichtsdestotrotz haben wir schon bewiesen, dass wir eine starke Mannschaft sind. Wir müssen es nur wieder zeigen. Nun eben in Nürnberg, wo es ohnehin schon schwer ist.“

Am Samstag erfuhr Heidenheims jüngster Zugang , dass er gegen Sandhausen erstmals in der Startelf stehen würde. „Erst einmal hat es mich sehr gefreut, aber natürlich wäre mit einem Sieg alles etwas leichter gefallen“, meinte der FCH-Stürmer nach seinem Debüt.

Den eigenen Auftritt bezeichnet er als eher schwierig. „Ich habe versucht, gut gegen den Ball zu arbeiten, was der Trainer sehen will, hatte aber offensiv wenig Szenen gehabt – ich sag mal: solide, aber mit Luft nach oben.“ Nervös war er bei seinem Start nicht, konnte sich zumindest erst einmal an der Atmosphäre erfreuen. „Im Vergleich zu Unterhaching ist das hier ein bisschen was anderes.“

Der 1. FC Heidenheim kommt auch im vierten Saisonspiel nicht in die Gänge und verliert folgerichtig mit 0:2 gegen den SV Sandhausen.

Bildergalerie Der FCH verliert 0:2 gegen den SV Sandhausen