14 Spieltage vor dem Ende der regulären Saison hat der 1. FC Heidenheim als Tabellenletzter bereits fünf Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz. „Unsere Situation hat sich verschärft“, sagt Frank Schmidt deutlich und verweist darauf, dass der FCH nach dem 2:2 gegen den 1. FC Köln (10. Januar) nur zwei Punkte Rückstand hatte – wohlgemerkt auf den ersten Nicht-Abstiegsrang.
„Die Spiele werden weniger. Wir wissen, dass der Druck steigt“, sagt der Heidenheimer Trainer. Es gehe auch nicht darum, alles schönzureden, betont der 52-Jährige – und verweist auf die große Schwäche seines Teams, an der es zu arbeiten gelte: Am Ende gehe es um Ergebnisse und um Effektivität. Schmidt brach das Ganze noch weiter herunter: Der Ball muss über die Linie. Er wolle auch nicht, „jede Woche die gleiche Schallplatte auflegen“, so Schmidt.

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Allerdings hob der FCH-Coach auch das Positive hervor, und zwar die Leistung, die seine Mannschaft beim 2:3 in Dortmund gezeigt hat: Der FCH habe beim Tabellenzweiten nicht wie ein Tabellenletzter gespielt und hätte einen Punkt verdient gehabt, so Schmidt. Keiner seiner Spieler ducke sich weg. Es gehe aber auch darum, mit dem Druck umzugehen. Schmidt hofft zum Beispiel beim Thema Torabschluss, dass seine Spieler den Ballast gedanklich ablegen können und sich darüber freuen sollen, wenn sie eine Torchance haben. „Wir brauchen auch stabile Spieler, die sich da keinen Kopf machen, sondern in diesem Umfeld bereit sind, vollumfänglich alles zu geben und positiv zu denken.“
Ich weiß, dass es momentan nicht leicht ist, Fan des 1. FC Heidenheim zu sein.
Frank Schmidt, Trainer des 1. FC Heidenheim
In dem Zusammenhang appelliert der Trainer vor dem Heimspiel gegen den Hamburger SV (Samstag, 15.30 Uhr) auch an die eigenen Anhänger. „Ich weiß, dass es momentan nicht leicht ist, Fan des 1. FC Heidenheim zu sein“, so Schmidt. Es gehe aber darum, der Mannschaft durch Zusammenhalt auf den Rängen der Voith-Arena „den entscheidenden Pusch“ zu geben, „damit sie weiter an sich glaubt, weiterarbeitet, aber eben dann auch qualitativ unsere Situationen dann auch veredelt“. Bei Fehlern gehe es darum, nicht negativ zu werden oder zu sagen: „Das wird wieder nichts.“ Schmidt betont: „Wir brauchen positive Gedanken, positive Energie.“
Der Druck vor dem Spiel gegen den Hamburger SV sei groß. Schmidt sagt: „Wir sind sechs Punkte hinter dem HSV. Jetzt müssen wir. Da brauchen wir nicht drumherumreden. Da brauchen wir drei Punkte. Das ist ein absolut wichtiges Spiel für uns im Hinblick auf die Chancen, am Ende der Saison, die Klasse zu halten. Da müssen wir liefern. Fertig.“

