Sandhausen / Sandra Gallbronner In Sandhausen wurden Anfang Dezember bei einer Auseinandersetzung einige Heidenheimer Fans mit Pfefferspray verletzt.

Die baden-württembergische Polizei zieht eine positive Bilanz zur Hinrunde der Fußballsaison 2018/2019. Die Einsatzbelastung der Beamten ist laut einer Pressemitteilung des Landes in den ersten fünf Fußballligen deutlich gesunken. Damit nehme Baden-Württemberg im bundesweiten Vergleich eine Vorreiterrolle ein.

Doch es gibt auch weniger erfreuliche Zahlen: „Ich bedaure natürlich, dass im Verlauf der Vorrunde bei den Spielen insgesamt trotzdem 55 Personen verletzt worden sind, das sind 19 mehr wie in der Hinrunde der vergangenen Saison“, so Innenminister Thomas Strobl.

Für diesen Anstieg seien zwei Begegnungen verantwortlich. Das Oberliga-Derby der Stuttgarter Kickers gegen den SSV Reutlingen, bei dem sieben Personen verletzt worden sind, und das Auswärtsspiel des 1. FC Heidenheim gegen den SV Sandhausen am 2. Dezember 2018. Dabei wurden zwölf Menschen – überwiegend Heidenheimer Fans – verletzt.

FCH-Fans lassen sich provozieren

Was war in Sandhausen passiert? „Es kam beim Einlass in den Gästebereich zu Auseinandersetzungen zwischen Fans und dem Ordnungsdienst und in der Folge auch zwischen Fans und der Polizei“, erklärt Markus Gamm, Pressesprecher des FCH. Auch Angelo Bianco vom Fanprojekt Heidenheim erinnert sich an die Auseinandersetzung. Seiner Meinung nach ist sie auf ein Fehlverhalten der Ordner zurückzuführen. Nach der Kontrolle der Zaunfahnen wurde die Heidenheimer direkt am Block der Sandhausener Fans vorbeigeführt, obwohl bekannt ist, dass beide Seiten kein gutes Verhältnis pflegen. „Das hat zu Pöbeleien und Reibereien geführt“, so Bianco. Infolgedessen musste die Polizei einschreiten, die sogar zu Pfefferspray griff. „Die meisten wurden dadurch verletzt“, so Bianco.

Nach diesem Vorfall standen die beiden Vereine miteinander im Austausch. Derzeit arbeitet die Polizei in Sandhausen die Ereignisse auf. „Welche Folgen daraus jedoch resultieren, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen“, sagt Gamm.