Der Start ist geglückt: Nach einer konzentrierten und engagierten Leistung bezwang die U19 des 1. FC Heidenheim den VfL Wolfsburg mit 3:2. Dank des ersten Siegs in der Hauptrunde der DFB-Nachwuchsliga revanchierte sich der FCH für die bittere Niederlage im DFB-Pokal, als die favorisierten Wolfsburger sich erst im Elfmeterschießen für die nächste Runde qualifizierten. „Wolfsburg hat eine überragende individuelle Qualität und gehört dieses Jahr zu den Topfavoriten“, sagte FCH-Coach Patrick Mayer zu dem Erfolg. „Wir mussten auf einige wichtige Spieler verzichten, konnten es aber wieder einmal im Kollektiv, mit einer sehr jungen Startelf, auffangen.“
Beide Teams begannen auf dem Heidenheimer Kunstrasenplatz druckvoll und suchten früh den Weg in die Offensive. Der FCH hielt dem aggressiven Pressing der Gäste stand und setzte selbst gezielte Nadelstiche. Die erste klare Torchance führte direkt zur Führung. Nach einer Balleroberung in der 13. Minute leitete Torben Leis den Konter ein und schickte Yannik Wagner, der schon für die Profis in der Bundesliga im Einsatz gewesen war, mit einem langen Pass in Richtung VfL-Strafraum. Der Stürmer blieb vor dem Tor ruhig und schob zum 1:0 für die Gastgeber ein.
Die Heidenheimer verpassen eine höhere Führung
In der Folge entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, in dem beide Mannschaften zwar regelmäßig in den Strafraum kamen, klare Abschlüsse jedoch Seltenheitswert hatten. Die Gäste aus Wolfsburg näherten sich in der 27. Minute erstmals gefährlich an, die Abschlüsse von Bruno Katz und Darwin Soylu wurden aber abgeblockt. In der 34. Minute musste Heidenheims Torhüter Felix Mark gegen Katz eingreifen und bewahrte seine Mannschaft vor dem Ausgleich. Kurz vor der Pause legten die Heidenheimer sogar noch nach. Nach einer Ecke konnten die Gäste den Ball nicht klären, Jannik Oettinger reagierte am schnellsten und traf aus kurzer Distanz zum 2:0 – was auch der Halbzeitstand war.

Volle Offensive, null Ertrag: Warum der 1. FC Heidenheim ein Kopfproblem hat
Auch nach dem Seitenwechsel blieb der FCH spielbestimmend: Tobias Weigel und Leonard Gjini hatten früh die Möglichkeit, für die Vorentscheidung zu sorgen. In der 53. Minute scheiterte Weigel mit einem Distanzschuss an der Latte, wenig später fand Marko Zrilic seinen Meister im Wolfsburger Torhüter. „Wir haben im Pressing mit viel Risiko gespielt, weil wir die Wolfsburger nicht in ihr Kombinationsspiel kommen lassen wollten“, so Mayer. „Bis zum Anschlusstreffer haben wir in der zweiten Halbzeit offensiv viel Druck erzeugt und hätten auf 3:0 stellen können.“
Trainer Patrick Mayer zeigt sich „sehr zufrieden“ mit der Leistung seines Teams
Der VfL war im zweiten Durchgang offensiv lange harmlos, kam jedoch nach einem Eckball zurück ins Spiel. Karlo Simic köpfte in der 58. Minute zum 1:2 ein. Kurz darauf verpasste Trevor Benedict den Ausgleich freistehend. Heidenheim antwortete entschlossen: Nach einem Ballgewinn von Kapitän Marko Zrilic leitete Oettinger den nächsten Treffer ein. Seine Flanke verwertete erneut Wagner per Direktabnahme zum 3:1. Der VfL verkürzte durch einen direkt verwandelten Freistoß von Soylu zwar noch einmal auf 2:3, doch die Gastgeber verteidigten die knappe Führung in der Schlussphase souverän.
Entsprechend positiv bewertete Patrick Mayer den ersten Auftritt seines Teams in der Hauptrunde. „Einzig in der Viertelstunde vor der Halbzeit waren wir mit Ball zu hektisch, ansonsten bin ich mit der gezeigten Leistung sehr zufrieden“, sagte der Heidenheimer Trainer, der mit seinem Team im zweiten Spiel der Hauptrunde, am Sonntag, 22. Februar, beim FC Schalke 04 gefordert ist.
Mit Schalke und dem BVB in einer Gruppe
Nach dem Erreichen der Hauptrunde kämpft der FCH in einer von vier Sechsergruppen um den Einzug ins Achtelfinale. Am Ende einer Hin- und Rückrunde, in der die Heidenheimer zweimal gegen jeden Kontrahenten antreten, qualifizieren sich die vier besten Teams jeder Gruppe für die K.-o.-Phase um die deutsche Meisterschaft. Neben dem VfL Wolfsburg und dem FC Schalke 04 treffen die Heidenheimer auf den FC Augsburg, Borussia Dortmund und Holstein Kiel.

