Heidenheim / Thomas Jentscher Beim Tor des Tages zeigt Nikola Dovedan seine Klasse – und dass er es auch mit links kann.

Letztlich war es eine Szene, die das Spiel zwischen dem FCH und Dresden entschied: Marnon Busch war mit Tempo in den Strafraum eingedrungen, sein Pass wurde zwar von zwei Gästespielern abgelenkt, die Kugel landete aber bei Nikola Dovedan. Im Stadion schrien schon viele: „Schieß doch gleich!“ Aber der Österreicher hat sich einen eleganten Schlenker aufgehoben, ließ drei Dynamo-Akteure ins Leere laufen und schloss präzise ab. „Ich dachte mir, die werden wahrscheinlich alle grätschen, so war es auch“, beschrieb Dovedan die Szene.

Getroffen hat er dabei mit links – eigentlich nicht sein starker Fuß. „Ich habe so schon ein paar Tore gemacht, aber komplett beidfüßig bin ich nicht. Sagen wir mal zu 80 Prozent“, schmunzelte der 24-Jährige, der mit dem Auftritt seines Teams zufrieden war. „In der zweiten Halbzeit haben wir es bei den Kontern zu kompliziert gespielt. Am Schluss wurde es noch einmal gefährlich, aber insgesamt haben wir es gut verteidigt.“

Jetzt freut sich Dovedan auf das DFB-Pokalspiel: „Leverkusen ist für mich ein Verein, der in die Championsleague gehört, der richtig guten Fußball spielt. Das ist einen riesige Herausforderung.“

Keine leichte Aufgabe hatte FCH-Innenverteidiger Patrick Mainka zu bewältigen, mit seinen Abwehrkollegen versuchte er, Dresdens gefürchteten Stürmer Moussa Koné in den Griff zu bekommen. „Wir wussten, was auf uns zukommt. Das ist ein sehr schneller Spieler, da muss man immer aufpassen – vor allem bei einem Ballverlust. Da muss man viel kommunizieren. Ich denke, in großen Teilen haben wir das gut gemacht.“

Es habe natürlich Chancen für Dresden geben. „Aber ich denke, wenn man zu null spielt, kann man nicht so viel falsch gemacht haben“, sagte Mainka, der nach seinem Wechsel vom Regionalligisten Dortmund II zum FCH gleich Stammspieler geworden ist.

„Ich bin sehr glücklich, wie es gelaufen ist, ich habe ja fast jede Minute gespielt. Aber darauf darf man sich nicht ausruhen“, betonte der 24-Jährige, der am Dienstag vor der nächsten schweren Aufgabe steht.

„Wir wollten einfach heute gewinnen. Wenn man gewinnt, hat man Selbstvertrauen, dann kann man vielleicht auch gegen Leverkusen was holen.“