Leichte Entwarnung beim FCH

Niklas Beste nach Verletzung schon wieder auf dem Platz

Nach den Verletzungen von Niklas Beste und Lennard Maloney beim 2:2 bei Union Berlin kann der 1. FC Heidenheim weitgehend Entwarnung geben. Wie sehr es die beiden Stammspieler erwischt hat und wie das gestrige Training lief.

Die Freude über den Punktgewinn wurde nach dem 2:2 des 1. FC Heidenheim bei Union Berlin am vergangenen Samstag durch die Verletzungen von zwei ganz wichtigen Spielern etwas getrübt: Lennard Maloney und Niklas Beste mussten in der „Alten Försterei“ beide angeschlagen ausgewechselt werden. Nach den ersten Untersuchungen in dieser Woche lässt sich aber weitgehend Entwarnung geben.

Es droht keine längere Pause

Schwer verletzt hat sich wohl keiner der beiden. Nach ersten Diagnosen habe sich Lennard Maloney laut FCH in Berlin lediglich eine Zerrung am Innenband des linken Knies zugezogen. Bei Niklas Beste handele es sich um eine muskuläre Verletzung, an seinem linken Oberschenkel seien aber keine weiteren strukturellen Schädigungen festgestellt worden. Beim gestrigen Training des Bundesligisten hatte sich eine beträchtliche Zahl von Zuschauern eingefunden. Sie sahen wie immer intensive Übungen, bei Pressing und Gegenpressing ging es ordentlich zur Sache.

Einige Spieler sind derzeit angeschlagen

Die ersten zwei Drittel der Saison gingen allerdings auch nicht spurlos an den Heidenheimer Akteuren vorbei. So trainierte beispielsweise eine Gruppe mit Tim Kleindienst, Eren Dinkci, Omar Traore und Niklas Beste separat mit weniger hoher Belastung. Im Fall von Beste könnte dies ein sogar gutes Zeichen sein, möglicherweise kann der Freistoß- und Eckballspezialist am Samstag (15.30 Uhr) im Spiel gegen Eintracht Frankfurt schon wieder mitwirken, wenn nicht, dann sollte es bis zum folgenden Spiel in Augsburg reichen. Beste hatte sich die muskuläre Verletzung in Berlin bei seinem Treffer zum 2:2 zugezogen – nach kurzem Jubel mit seinen Mitspielern griff sich der Flügelspieler direkt an den Oberschenkel und konnte nicht weiter spielen.

Der Ausgleichstreffer war schon das siebte Tor von Beste in dieser Saison, damit führt er gemeinsam mit Tim Kleindienst und Eren Dinkci (beide ebenfalls sieben) die Torjägerliste des FCH an. Der 25-Jährige kommt zudem auf zehn Torvorbereitungen, damit steht er in der Scorerliste der Bundesliga auf glänzenden zehnten Platz (fünftbester Deutscher). Allein das macht klar, wie sehr er dem 1. FC Heidenheim fehlen würde. So herrscht doch etwas Erleichterung vor, auch bei den anderen Spielern, die gestern eher geschont wurden, sieht es nicht nach einer Pause aus.

Etwas schwerer könnte es Maloney getroffen haben. Der amerikanische Nationalspieler hatte sich vergangenen Samstag in der 82. Minute das Knie verdreht und musste vom Feld. Gestern konnte er nicht am Mannschaftstraining teilnehmen. Wann der unermüdliche Arbeiter im defensiven Mittelfeld wieder spielen kann, ist noch offen, länger fehlen wird der 24-Jährigen dem FCH aber wahrscheinlich nicht.

Bisher gab es kaum Ausfälle

Bisher kam der FCH sehr gut durch die Saison, was auch für die medizinische Abteilung spricht. Zwar gibt es mit Thomas Keller und Elidon Qenaj zwei Langzeitverletzte und Außenverteidiger Marnon Busch hatte zu Beginn der Saison Probleme, ansonsten gab es aber nur wenige und wenn, dann kurzzeitige Ausfälle. Gerade die Leistungsträger in der Mannschaft von Trainer Frank Schmidt standen nahezu immer zur Verfügung. Bleibt zu hoffen, dass dies auch in den noch ausstehenden elf Spielen (oder 13 mit Relegation) der Fall sein wird.

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