Schmeißt den KI-Rechner an: Wie groß ist die Chance, dass dem 1. FC Heidenheim doch noch der Klassenerhalt in der Bundesliga gelingen wird? Eine theoretische Frage, mit der sich wohl viele FCH-Fans beschäftigen. Die Antwort dürfte sich in etwa bei zehn Prozent bewegen. Doch was soll diese „Rechnerei“ bringen? 13 Spiele stehen noch aus – in der regulären Saison. Man kann sich also vorstellen, dass Spieler und Verantwortliche des FCH solche Wahrscheinlichkeiten kaum interessieren werden.
Folgende Fragen lassen sich da besser beantworten: Ist die Kritik am FCH berechtigt? Auf jeden Fall. Steht die Mannschaft aufgrund fehlender Ergebnisse mit dem Rücken zur Wand? Ja. Spielt das Team unter seinen Möglichkeiten? Ja. Brauchen die Spieler des FCH einen Mentalcoach? Ja. Wird der FCH aufgeben? Nein.
Mittlerweile ist der FCH an einem Punkt angelangt, wo er eigentlich nur noch gewinnen kann. Vor der Saison wurde er von Experten als Abstiegskandidat Nummer 1 gehandelt. Mittlerweile stellen auch Fans die Frage: Muss der FCH für die 2. Liga planen? Auch hier ist die Antwort eindeutig: Ja. Das sollten die Heidenheimer allerdings immer, eine zweigleisige Planung ist zwingend. Welcher Plan, der für die erste oder zweite Liga, aber letztlich in die Tat umgesetzt wird, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.
Bis dahin werden aber weiter auch andere Fragen gestellt: War es ein Fehler, im Sommer auf den bestehenden Kader zu setzen? War in der Winter-Transferperiode nicht mehr möglich? Warum kamen nicht mehr hochkarätige Offensivspieler? Das ist ja das Schöne am Fußball: Diskutieren gehört dazu und macht Spaß.
Die dringendste Frage ist die nach dem Klassenerhalt. Der FCH hat sich in eine Situation manövriert, in der er eigentlich frei aufspielen könnte. Für eine Jetzt-erst-recht-Einstellung müsste aber auch das Mentale mitspielen. Eine Wissenschaft für sich, die nichts mit schnöder Rechnerei zu tun hat.

