Der 1. FC Heidenheim trägt Schwarz: In einer Meldung reagiert der Verein auf den plötzlichen und unerwarteten Tod von Roger Prinzen am Montagabend, 13. April. Mit ihm verliere der FCH „nicht nur einen Fußballlehrer, eine geschätzte Führungskraft und einen leidenschaftlichen Förderer unserer Talente, sondern vor allem einen langjährigen Kollegen und Freund.“ Seit seinem Amtsantritt beim FCH im Sommer 2018 habe Roger Prinzen die sportliche Ausbildung im Nachwuchsbereich maßgeblich mitgeprägt und die erfolgreiche Entwicklung der Arbeit in den vergangenen acht Jahren vorangetrieben.
Bevor Roger Prinzen zum FCH kam, blickte der gebürtige Darmstädter bereits auf eine beeindruckende Laufbahn im deutschen Profifußball zurück. Als Abwehrspieler bestritt er 60 Partien in der Bundesliga für die SG Wattenscheid 09 und war zudem in der 2. Bundesliga für den SV Darmstadt 98, Hannover 96 und die SpVgg Greuther Fürth aktiv. Auch international lief Roger Prinzen unter anderem für den SC Austria Lustenau in der österreichischen Bundesliga auf.
Nach seiner aktiven Karriere verschrieb er sich dem Trainerjob und der Ausbildung von Talenten. Als Fußballlehrer sammelte er dabei auch wertvolle Erfahrungen im Nachwuchs des 1. FC Nürnberg, wo er zeitweise als Interimstrainer der Profimannschaft in der Bundesliga Verantwortung übernahm, sowie als Cheftrainer beim SV Seligenporten in der Regionalliga Bayern. Anschließend folgte der Wechsel zum FCH.

Viele ehemalige Vereine von Roger Prinzen drückten ihr Mitgefühl auf ihren Homepages und Social-Media-Kanälen aus. So schreibt der 1. FC Nürnberg unter anderem: „Eine unglaublich traurige Nachricht. Der Kontakt zum 1. FC Nürnberg, insbesondere zu seinem einstigen C-Trainer Andreas Wolf, war (…) nie abgerissen.“
Die SG Wattenscheid 09 äußert sich unter anderem wie folgt: „Die SG Wattenscheid 09 sowie sämtliche Trainer und Mitspieler aus Bundesligazeiten trauern um Roger Prinzen, einen stets sympathischen und humorvollen Menschen, der viel zu früh von uns gegangen ist, und wünschen seiner Familie und seinen Freunden sehr viel Kraft.“
Auf seiner Homepage schreibt der SV Darmstadt: „Unser aufrichtiges Mitgefühl gilt seinen Angehörigen und Freunden. Wir werden Roger Prinz ein ehrendes Andenken bewahren.“
Der SC Austria Lustenau meldet sich folgendermaßen: „Wir sind schockiert und tief betroffen. Unser aufrichtiges Mitgefühl gilt seiner Familie und allen Angehörigen.“
Der FC Vaduz ehrt Roger Prinzen wie folgt: „Roger Prinzen war vom 1. Juli 2010 bis zum 30. Juni 2012 als Co-Trainer der ersten Mannschaft unter Cheftrainer Eric Orie tätig. In dieser Zeit prägte er mit seiner Fachkompetenz, seinem Engagement und seiner menschlichen Art das sportliche Geschehen beim FC Vaduz maßgeblich. Mit Roger Prinzen verliert der Fußball einen überaus wichtigen Menschen und eine prägende Persönlichkeit. Sein Wirken wird weit über seinen Tod hinaus in Erinnerung bleiben.“
Der FC Balzers aus der Schweiz, die letzte Station von Roger Prinzen als aktivem Fußballer, betont: „Er prägte den FC Balzers als Spieler, Trainer und vor allem Mensch über Jahre hinweg.“
Der 1. FC Heidenheim denkt an die Familie von Roger Prinzen: „In diesen schweren Stunden sind unsere Gedanken bei seiner Frau Sonja sowie seinen Kindern Marlon, Mia und Tim.“ Abschließend wählt der Verein in Gedenken an Roger Prinzen folgende Worte: „Sein plötzlicher Tod hinterlässt eine schmerzvolle Lücke beim 1. FC Heidenheim 1846. Ruhe in Frieden, Roger! Deine FCH-Familie“.
Zwei Spiele der Nachwuchsteams wurden verlegt
Aufgrund des plötzlichen Todesfalls von Roger Prinzen werden die für Mittwoch, 15. April, angesetzten Spiele der FCH-Nachwuchsmannschaften nicht ausgetragen.
Das Heimspiel der Heidenheimer A-Junioren gegen den FC Augsburg wurde auf Mittwoch, 22. April, verschoben (18.30 Uhr). Ein neuer Spieltermin für das Auswärtsspiel der B-Junioren des FCH im Halbfinale des WFV-Pokals bei der SG Sonnenhof Großaspach wird noch bekannt gegeben.

