Spitze in kurioser Statistik

„Kein Zufall mehr“: Omar Traoré vom 1. FC Heidenheim ist der Top-Eigentor-Vorlagengeber der Bundesliga

Den Führungstreffer des 1. FC Heidenheim beim VfL Bochum bereitete Omar Traoré vor. Damit arbeitet der Verteidiger an einem kuriosen Bestwert: zum dritten Mal legte er ein Eigentor des Gegners auf.

Halbfeldflanke Beste, Abschluss Kleindienst, Tor. Diese Kombination klappte nicht nur beim 3:3 des FCH in Stuttgart, sondern fast identisch beim 3:2 gegen den FC Bayern. Das gefährliche FCH-Duo hat da eine wohl eine echte Spezialität entwickelt, deren Wiederholung innerhalb von sieben Tagen Frank Schmidt als „besondere Qualität“ ausmachte. Eine in der Bundesliga wohl einmalige Statistik führt derweil ein anderer Heidenheimer an. Dass Omar Traoré Tore vorbereiten kann, hat der FCH-Verteidiger bereits mehrfach bewiesen. Seine Vorlage zur 1:0-Führung der Heidenheimer in Bochum war seine vierte im Saisonverlauf. Kurios dabei: Die letzten drei Assists des 26-Jährigen verwerteten keine Mitspieler, sondern allesamt Verteidiger des Gegners. Damit hat er eine wohl noch nie erreichte Eigentor-Vorlagenquote von 75 Prozent.

Der Verteidiger des 1. FC Heidenheim hat einen Mitspieler anvisiert

In Bochum unterlief Keven Schlotterbeck nach Traoré-Flanke das Eigentor. „Ich werde gut freigespielt von Eren, hatte Raum vor mir und wollte auch den zweiten Pfosten flanken“, erklärte Traore die Situation. Wie das Tor genau gefallen ist, das konnte der Vorlagengeber gar nicht mehr genau sehen. „Ich muss mir die Szene nochmal anschauen“, sagte er. „Ich habe nur gesehen, dass der Ball irgendwie reingegangen ist.“ Seinem Trainer war die Häufung der erzwungenen Eigentore ebenfalls auf. „Das ist schon das dritte Mal“, sagt Frank Schmidt. „Vielleicht ist es dann kein Zufall mehr.“ Wie der Treffer letztlich gefallen ist, war Omar Traoré im Anschluss relativ egal: „Es war natürlich glücklich, trotzdem hat es mich gefreut“, sagte der Top-Eigentor-Vorbereiter der Liga.

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