Der wochenlange Poker um die Zukunft von Tim Skarke hat ein Ende: Der 26-Jährige gebürtige Nattheimer wechselt innerhalb der Bundesliga von Union Berlin zu Schalke 04. Am Montagabend machten die Königsblauen die Leihe des Flügelstürmers von Union Berlin bekannt, für die kommende Runde sicherte sich der Traditionsverein aus dem Ruhrpott eine Kaufoption.

Zunächst war ein Wechsel von Berlin nach Gelsenkirchen angekündigt worden, dann hatte Union-Trainer Urs Fischer sein Veto eingelegt, wollte Skarke, der beim 1. FC Heidenheim den Sprung in den Profifußball geschafft hatte, doch in Berlin behalten.

Schalke kämpfte intensiv um Skarke

Wie Schalke-Sportvorstand Peter Knäbel erklärte, habe man in den vergangenen Wochen aber intensiv um den Offensivmann gekämpft und nun habe sich doch kurzfristig ein Fenster geöffnet. Für die Leihe zahlt der Tabellen-18. der Bundesliga laut eines Berichts der Bild-Zeitung eine Gebühr in Höhe von 250.000 Euro.

„Mit seinem Tempo und seiner Ballsicherheit passt Tim gut zu dem Spielstil, den ich mir vorstelle“, wird Schalke-Trainer Thomas Reis bei „Transfermarkt.de“ zitiert. Weiter heißt es dort: „Bei Tim kommen fußballerische Qualitäten und ein fester Charakter zusammen, das ist gerade im Kampf um den Klassenerhalt eine ganz wichtige Kombination. Ich freue mich auf die Arbeit mit ihm.“

Nattheimer Tim Skarke soll bei Schalke mehr Spielzeit bekommen

Die „Eisernen“ aus Köpenick erklärte Geschäftsführer Oliver Ruhnert, man wolle Skarke die Möglichkeit geben, mehr Spielzeit zu bekommen. Dies können man ihm aktuell nicht in ausreichendem Maße bieten.

Nach einigen Jahren bei der TSG Nattheim wechselte Tim Skarke noch in der Jugend zum 1. FC Heidenheim, gab im September 2015 sein Debüt in der 2. Liga. Zur Saison 2019/20 wechselte er zum Ligakonkurrenten SV Darmstadt und vor der laufenden Spielzeit dann zum Bundesligisten Union Berlin. In der Hinrunde gab es für ihn jedoch nur sechs Kurzeinsätze in der Bundesliga, im DFB-Pokal und in der Europa League (insgesamt knapp 100 Minuten).

Auf Schalke tritt er mit Tobias Mohr einen weiteren Ex-FCHler, in Heidenheim spielten die beiden allerdings nicht gemeinsam. Und vielleicht kommt es auch anders, nach jüngsten Gerüchten ist Mohrs Zukunft bei den Königsblauen unsicher.