Herr Sanwald, nach drei Jahren im Oberhaus ist der 1. FC Heidenheim wieder Zweitligist, was wird sich für den Verein, die Mitarbeiter und die Fans am deutlichsten ändern?
Holger Sanwald: Natürlich gibt es in der 1. Bundesliga eine ganz andere mediale Aufmerksamkeit, das ist die größte Bühne, auf der du in Deutschland als Verein spielen kannst. Aber auch die 2. Bundesliga hat uns neun Jahre lang sehr große Freude bereitet und ist hochattraktiv. Wir haben uns auch in dieser Spielklasse stetig weiterentwickelt. Das ist ebenfalls etwas richtig Großes für uns, vor allem mit dem Bewusstsein, dass wir jetzt nicht wie in der Bundesliga der Verein sind, der die allergeringsten Möglichkeiten hat. Dort waren wir bei allen Kennzahlen auf dem letzten Platz, egal ob Etat, Budget, Stadiongröße oder Marktwert. Das ist in der 2. Liga anders. Da können und wollen wir wieder eine gute Rolle spielen.
Wie wird sich der Etat des FCH entwickeln?
Es ist in etwa ein Rückgang von rund 80 auf ca. 50 Millionen Euro. Der größte Posten sind dabei die TV-Erlöse. In der 1. Liga waren es ganz grob 40 Millionen Euro, in der 2. werden es im ersten Jahr nach dem Abstieg etwa 20 Millionen Euro sein. Damit sind wir aber hinter Wolfsburg schon auf Platz zwei, was die TV-Einnahmen anbelangt. Das haben wir uns erarbeitet.
