Der 1. FC Kaiserslautern hat im deutschen Fußball immer noch einen großen Namen. Und das merkt man auch: Der Wiederaufstieg in die 2. Liga hat eine ungeheure Euphorie ausgelöst und so präsentiert sich der Traditionsclub aus der Pfalz nicht wie ein typischer Neuling. Die Lauterer haben mit ihrem renommierten Trainer Dirk Schuster eine starke und durchaus auch erfahrene Truppe zusammengestellt und haben als Tabellensiebter mit 13 Punkten noch Kontakt zu Spitzengruppe. Mit einem Sieg kann der FCK am Sonntag sogar am Tabellendritten Heidenheim vorbeiziehen.

Das wollen Frank Schmidts Mannen natürlich nicht zulassen, der Trainer spricht aber von einer schweren Aufgabe: „Sie haben eine sehr emotionale Spielweise, verteidigen sehr gut und haben die meisten Tore nach Balleroberungen geschossen.“ Mit 16 Treffern stellt Kaiserslautern die zweitbeste Offensive, allerdings haben auch nur fünf Vereine mehr Gegentore kassiert (13).

Lautern liebt‘s spektakulär

Dementsprechend stehen nach acht Spieltagen für Kaiserslautern schon spektakuläre 4:4 und 3:3 zu Buche. Die Pfälzer werden wohl auch 2000 bis 3000 Fans mitbringen, beim FCH rechnet man für Sonntag mit dem bisher besten Besuch in der Voith-Arena. „Das kann auch eine wilde Party werden“, weiß Schmidt, hat aber einen anderen Ansatz: „Unser Anspruch ist schon, möglichst die Null hinten zu halten. Wir brauchen Geduld, müssen aber auch den nötigen Druck erzeugen.“

Personell sieht es gut aus, außer Melvin Ramusovic (Sprunggelenksverletzung) stehen alle Spieler zur Verfügung. So könnte bei den Heidenheimern zum fünften Mal in Folge die gleiche Startelf auflaufen. Das muss aber nicht so weiter gehen. „Manchmal ist es wichtig, ein gut funktionierendes System auch weiter laufen zu lassen, aber es ist eher unwahrscheinlich, dass wir mit der gleichen Formation bis Saisonende durchspielen“, sagt Schmidt, auch mit Blick auf die „englischen Wochen“, die noch bevorstehen.

FCH in Bestbesetzung

Davon abgesehen, komme den Spielern, die eingewechselt werden, ebenso eine wichtige Rolle zu. „Momentan läuft es eben so, dass wir in der ersten Halbzeit die Weichen stellen und die anderen Spieler das zu Ende bringen.“

Zu denen könnten auch die beiden Ex-Lauterer Christian Kühlwetter und Florian Pick gehören, die ein klein wenig zurückgefallen sind. Ob sie gegen ihren ehemaligen Verein eine neue Chance bekommen, bleibt abzuwarten.

Vor dem Spiel steht am Samstag noch ein besonderer Moment an, Frank Schmidt ist nun genau 15 Jahre Trainer des FCH. Dies spielt aber spätestens nach dem Abschlusstraining aber keine Rolle mehr: „Wer mich kennt, weiß, dass ich ein absoluter Wettkampftyp bin. Für mich zählt nur eins – das Spiel am Sonntag gegen Kaiserslautern.“

FCH-Trainer Trainer Frank Schmidt: Eine Karriere in Bildern

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