Borussia Mönchengladbach hat im Kampf um den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga ganz wichtige Punkte liegen gelassen. Die Mannschaft von Trainer Eugen Polanski kam gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten 1. FC Heidenheim daheim nicht über ein 2:2 (1:1) hinaus. In der Tabelle könnte nach den Spielen der Konkurrenz am Sonntag der Vorsprung auf den Relegationsplatz 16 auf drei Punkte schrumpfen.
Die Heidenheimer dagegen, die trotz des zweiten Remis in Serie den Abstieg wohl nicht mehr vermeiden können, bewiesen erneut Moral. Nach dem Tor von Wael Mohya (16. Minute) zur Gladbacher Führung drehten Patrick Mainka (26.) und Mamon Busch (64.) die Partie für die Gäste. Den Schlusspunkt aber setzte vor 52.129 Zuschauern Gladbachs Angreifer Frank Honorat (74.) mit seinem Treffer zum 2:2.

1. FC Heidenheim trennt sich mit 2:2 von Borussia Mönchengladbach
Erfolgreicher Personalwechsel
Personell hatte FCH-Trainer Frank Schmidt seine Startelf trotz des viel beachteten 3:3 vor zwei Wochen gegen Bayer Leverkusen viermal verändert: Jan Schöppner fehlte wegen seiner Gelb-Sperre, Christian Conteh war angeschlagen und Benedikt Gimber sowie Luca Kerber saßen auf der Ersatzbank. Dafür rückten Marvin Pieringer, Mathias Honsak, Julian Niehues und Innenverteidiger Jonas Föhrenbach in die Startelf.
Borussia-Coach Polanski tauschte nach dem 3:3 im Derby beim 1. FC Köln dagegen nur zweimal: Für Torjäger Haris Tabakovic und Spielmacher Kevin Stöger durften Shuto Machino und Wael Mohya diesmal beginnen.
Debüt-Treffer für 17-Jährigen
Und der 17-jährige Mohya sorgte mit seinem ersten Tor in einem Heimspiel direkt für die Führung der Gladbacher. Nach einer Viertelstunde schob Mohya den Ball nach Zuspiel von Jens Castrop ins Tor. Die Freude währte jedoch kurz.
Nur zehn Minuten später war FCH-Kapitän Mainka mit dem Kopf zur Stelle und sorgte nach einem Freistoß von Niklas Dorsch für den verdienten Ausgleich. Die Gäste hatten anschließend noch weitere gute Chancen, aber Borussia-Keeper Moritz Nicolas parierte gegen Honsak (44.) und Mainka (45. +2).
Heidenheim belohnt sich nicht
Heidenheim konnte sich damit nicht für eine gute Leistung gegen einen Gegner belohnen, dem der Druck gegen einen designierten Absteiger das Heimspiel gewinnen zu müssen, deutlich anzumerken war. Gladbach hatte zwar mehr Ballbesitz, agierte aber zu behäbig im Spielaufbau und zeigte viele Unsicherheiten im Passspiel.
Pfiffe von den Rängen
Auch nach der Pause ein unverändertes Bild: Die Gladbacher mühten sich, kamen aber kaum zu einem vernünftigen Spielaufbau gegen eine gut organisierte Heidenheimer Mannschaft. Die Fans im Borussiapark quittierten die Leistung ihrer Mannschaft mit Pfiffen – und Heidenheim bestrafte die Gastgeber mit dem nächsten Gegentor.
Nachdem Reitz einen Schuss von Pieringer noch blocken konnte, landete der Abpraller bei Busch, und der schlenzte den Ball ins lange Eck zur Heidenheimer Führung. Erst danach drehte die Borussia auf. In der Schlussphase nutzte Honarat ein Durcheinander im Heidenheimer Strafraum und traf mit einem abgefälschten Schuss zum Ausgleich – und verlängerte so Heidenheims Sieglos-Serie auf nunmehr 15 Spiele.


