Heidenheim / Thomas Grüninger Mathias Wittek wechselt mit sofortiger Wirkung zum Liga-Konkurrenten Darmstadt 98.

Je näher das Ende der Wechselfrist rückt, um so schneller dreht sich beim Fußball-Zweitligisten 1. FC Heidenheim plötzlich das Personalkarussell. Am Mittwochnachmittag, wenige Stunden vor dem FCH-Heimspiel gegen Holstein Kiel, wurde bekannt, dass Mathias Wittek mit sofortiger Wirkung zum Liga-Konkurrenten Darmstadt 98 wechseln wird. Er unterschrieb bei den „Lilien“ einen Vertrag bis 2021.

„Das ist ein Abschied, der für uns alle überraschend kommt und auch nicht leicht fällt. Matze war über Jahre hinweg eine feste Größe bei uns und hat einen erheblichen Anteil an unserer erfolgreichen sportlichen Entwicklung“, sagte FCH-Vorstandsvorsitzender Holger Sanwald. Seinen Ausführungen zufolge habe Darmstadt den Heidenheimer Defensivspieler unbedingt verpflichten wollen, nachdem sich bei den Hessen mit Aytac Sulu ein Innenverteidiger und Leistungsträger in die Türkei verabschiedet hatte. Nachdem auch die finanziellen Rahmenbedingungen passten, stimmten die Heidenheimer dem Wechsel zu. Am Mittwoch bestand Wittek in Darmstadt einen letzten Medizin-Check.

„Sportlich betrachtet, sind wir mit Timo Beermann, Patrick Mainka, Oliver Steurer, Tobis Reithmeir und Norman Theuerkauf auf der Innenverteidiger-Position nach wie vor breit genug aufgestellt. Einhergehend mit der Tatsache, dass dieser Transfer unter wirtschaftlichen Aspekten für uns als Verein sehr attraktiv ist, haben wir seinem Wunsch deshalb entsprochen“, sagte Sanwald.

Wittek hatte beim FCH noch einen Vertrag bis 2020. In der laufenden Saison gehörte der 29-jährige langjährige Leistungsträger nicht mehr zum Stammpersonal, kam nur sechs Mal zum Einsatz.

Mathias Wittek trug seit der Saison 2011/12 das FCH-Trikot. Nachdem er zunächst in der 3. Liga vom FC Ingolstadt an den 1. FC Heidenheim ausgeliehen worden war, wechselte er im Sommer 2012 fest an die Brenz. Seither absolvierte der 29-Jährige insgesamt 191 Partien (9 Tore und 9 Assists) in der 3. Liga, 2. Liga und im DFB-Pokal.

„Ich bedanke mich bei den Verantwortlichen des FCH, die es mir ermöglicht haben, diese neue sportliche Herausforderung annehmen zu können. Außerdem gilt mein Dank den FCH-Fans für die Unterstützung in den letzten Jahren“, sagte Wittek.

Über die Ablösemodalitäten vereinbarten beide Vereine Stillschweigen.