Heidenheim / Thomas Grüninger Trotz starker Vorleistung mit 30 Punkten akzeptiert FCH-Trainer Frank Schmidt keine vorschnelle Zufriedenheit.

Das neue Jahr eröffnete Frank Schmidt mit einer klaren Ansage an seine Schützlinge. Inhalt: Noch ist nichts erreicht, ein Ausruhen wird nicht akzeptiert. Die angenehme Situation mit 30 Punkten nach 18 Spielen und Platz sechs in der Zweitliga-Tabelle könnte allzu schnell zur Zufriedenheit verleiten, befürchtet der Trainer, aber genau darin liege eine große Gefahr. „Manchmal heißt es in einer solchen Situation: Wir müssen jetzt aus der Komfortzone kommen. Aber wir wollen erst gar nicht in die Komfortzone rein“, sagte Schmidt.

Auch bezüglich seiner Erwartungen an die nun folgende dreieinhalbwöchige Vorbereitungsphase spricht der Trainer Klartext: „Es reicht nicht, gut zu sein. Die Spieler müssen den Anspruch haben, sich sehr, sehr gut vorzubereiten.“

Das Beispiel Würzburg

Ähnlich äußerte sich Holger Sanwald. Der Vorstandsvorsitzende betont gestern, man müsse „auf dem Gaspedal weiter voll draufbleiben.“ Zurücklehnen wäre „ein totaler Fehler“, meinte Sanwald und erinnerte an das „Schicksal“ der Würzburger Kickers vor zwei Jahren. Die Mainfranken lagen als Aufsteiger nach der Vorrunde mit 27 Punkten auf Platz sechs, träumten von Höherem, gewannen dann aber in der Rückrunde kein einziges Spiel mehr und stiegen als Vorletzter direkt ab.

Aus Schmidts Sicht gelte der Fokus jetzt alleine dem ersten Spiel am 30. Januar gegen Holstein Kiel (20.30 Uhr). Für die Heidenheimer ist es der Auftakt zu einem rasanten Neubeginn mit vier Spielen binnen zwölf Tagen, darunter drei Heimpartien hintereinander.

„Alle Blicke auf Kiel“

„Die anderen Gegner interessieren uns noch gar nicht. Alle Blicke auf Kiel richten: Das ist Herausforderung genug“, sagt Schmidt, der im Spiel gegen die Holsteiner auf den gelbgesperrten Nikola Dovedan verzichten muss.

Dass die Zweitliga-Konkurrenten teilweise in der Winterpause nochmals ordentlich aufrüsteten, zeige nur, wie ernst es allen ist, den Abstieg unbedingt zu vermeiden, meinte Schmidt.

FCH-Generalprobe vor dem ersten Punktspiel wird am 25. Januar das Testspiel gegen Austria Lustenau sein. Die Partie gegen die Vorarlberger wird um 14 Uhr angepfiffen und findet – je nach Witterungsverhältnissen – in der Voith-Arena oder auf dem Trainingsplatz statt.

Bevor es am Donnerstag für acht Tage nach Spanien geht, steht erst einmal die konditionelle Arbeit im Fokus. Es soll vor allem auf dem Kunstrasenplatz trainiert werden. Sollte der Winter allerdings nochmals Gas geben, trete Plan B in Kraft, sagt Schmidt: Arbeit im Kraftraum und Laufen, Laufen, Laufen . . .