Heidenheim / Thomas Jentscher Frank Schmidt ärgerte sich vor allem über das 0:2 und sagt: „Wir laufen den eigenen Fehlern hinterher.“

Während Sandhausens Trainer Uwe Koschinat von einer sehr konzentrierten Leistung seiner Mannschaft sprach und nun bestens gelaunt ins Nachbarschaftsduell gegen Darmstadt geht, war Heidenheims Chefcoach natürlich ziemlich enttäuscht und sprach auch von einem verdienten Sieg der Gäste.

„Die erste Halbzeit anzuschauen, war nicht unbedingt vergnügungssteuerpflichtig. Es gab unheimlich viele Ballverluste. Wir haben als Heimmannschaft nicht geschafft, den Druck aufzubauen, wie man sich das vorstellt. Wenn man so eine Halbzeit sieht, ist klar: Wer den Fehler macht, der wird bestraft“, erklärt Schmidt.

Wäre Beermanns Kopfball reingegangen, hätte dies der „Türöffner“ für sein Team sein können, meinte Schmidt. So kam’s aber anders, nach einem wieder „sehr unnötigen und leichtfertigen“ Ballverlust gesellte sich noch etwas Pech hinzu und es gab Handelfmeter für Sandhausen. Schmidt: „Was uns nicht passieren darf, ist, dass wir dann den Doppelschlag bekommen. Wenn es 0:1 steht, kannst du bis zum Schluss noch einen Punkt mitnehmen. Aber mit dem 0:2 waren wir raus.“

Raus aus der Spirale

Heidenheims Trainer sprach von einer bitteren Niederlage und hatte nach dem 1:2 in Dresden eigentlich eine andere Reaktion seiner Mannschaft erwartet. „Wir hatten heute so viele Räume über außen, haben aber zu langsam gespielt, hatten viele Ballverluste, deshalb hat uns auch die Entlastung gefehlt“, so Schmidt. In so einem Spiel könne dann eben in Fehler entscheidend sein. Schmidts Forderung: „Wir brauchen wieder Leichtigkeit, brauchen Überzeugung. Und wir brauchen auch wieder besseren Ballbesitz. Wir laufen so ein bisschen unseren eigenen Fehlern hinterher. Irgendwann machst du dann auch hinten den Fehler. Aus dieser Spirale müssen wir wieder raus.“
Thomas Jentscher