Es war nur das erste Spiel, aber nach dem 1:3 gegen Wolfsburg wollte das Heidenheimer Trainerteam nicht gleich zur Tagesordnung übergehen. „Das war eine Leistung, die so nicht geht. Ich habe es im Nachgang konfliktbefreit Fußball gespielt genannt, weil wir nicht bereit waren, da hinzugehen, wo man hingehen muss. Das war enttäuschend, das haben wir so nicht erwartet“, sagt Frank Schmidt. Dementsprechend verlief die Trainingswoche, vor allem Zweikampfverhalten und Laufverhalten standen auf der Tagesordnung, aber auch klare Ansagen.
„So reicht es nicht in der Bundesliga“
Warum der Start so daneben ging, lässt sich wohl schwer sagen. Dass die Heidenheimer nach einer Vorbereitung mit durchweg Siegen im Spiel gegen Wolfsburg gleich zu Beginn Schockmomente und einen Rückstand verkraften mussten, war sicher problematisch, ist aber keine Ausrede. „Wenn wir es nicht schaffen, ans Maximum zu gehen, dann reicht es nicht in der Bundesliga, wahrscheinlich gegen keinen Gegner. Wir müssen uns viel mehr wehren“, macht Schmidt klar.
Dass nun in Leipzig ein Topteam der Liga wartet, das zudem wegen der 0:6-Klatsche in München etwas gutzumachen hat, erleichtert die Aufgabe natürlich nicht. Schmidt erwartet einen Gegner, der das Spiel macht, aber auch Räume anbietet. Diese zu nutzen, gelang in der vergangenen Saison beim 2:2 in Leipzig recht gut, an diesen Auftritt wollen die Heidenheimer anknüpfen. Die personellen Voraussetzungen sind gegeben, neben den Langzeitverletzen muss nur der junge Spieler Nick Rothweiler (Muskelfaserriss) passen.
Trotz allem dürfe der Auftakt nicht überbewertet werden. Schmidt: „An unserem Weg ändert sich nichts, auch nicht an unserer Zielsetzung. Wir glauben auch nach wie vor an uns. Der Start geht immer so über acht bis zehn Spieltage – dann wissen wir das erste Mal, wo wir stehen.“