Sechs Tore, zwei Elfmeter und zwei zurückgenommene Treffer des VfB – wie haben die Spieler die verrückte Partie am Sonntagabend erlebt? „Es war sehr wild, aber ich glaube, das liegt uns, und das wollten wir auch ein bisschen so haben, den Stuttgartern nicht die Kontrolle überlassen“, sagt Eren Dinkci, der nicht nur bei seinem Treffer zum 1:1 zeigte, dass er eine wichtige Verstärkung für die Heidenheimer Mannschaft ist.

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Auf die Leistung aufbauen
Das 3:3 gegen Stuttgart hat für ihn zwei Seiten: „Nach dem Unentschieden in der letzten Minute überwiegt heute eher der Ärger, trotzdem nehmen wir den Punkt mit und machen weiter so. Das Spiel heute gibt uns Selbstvertrauen und hat uns gezeigt, dass wir auch gegen eine Mannschaft, die oben mitspielt, mithalten können. Darauf müssen wir aufbauen.“
Nach seiner Rückkehr hat der vom SC Freiburg ausgeliehene Offensivmann nach eigenen Worten eine intakte Mannschaft vorgefunden. „Die Truppe steht hinten drin, aber sie lebt. Keiner gibt sich auf, das spricht für den Charakter der Jungs.“ Nun fiebert Dinkci dem Abstiegskracher in seiner Heimatstadt Bremen entgegen: „Ja, es ist natürlich bitter für beide Vereine. Aber wir können da jetzt mit Selbstbewusstsein hingehen.“

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Nervenstark beim Elfmeter
Arijon Ibrahimovic freute sich über sein erstes Tor für den FCH und zeigte beim Strafstoß zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung gute Nerven. „Ich hatte keine Zweifel, wollte das Tor machen“, betont der 20-Jährige, der im Training immer wieder Elfmeter übt. Dass am Ende dann ein 3:3 zu Buche stand, geht für ihn in Ordnung. „Ich glaube, heute wäre mehr drin gewesen, aber ich bin trotzdem glücklich, dass wir einen Punkt geholt haben“, sagt Ibrahimovic und bleibt kämpferisch: „Wir müssen jetzt da weitermachen. Es ist noch ein bisschen hin bis zum Ende der Saison und wir werden alles geben, um irgendwie noch die Wende zu schaffen.“
Sein erstes Heimspiel für den FCH bestritt Winter-Neuzugang Christian Conteh. „Es ist ein super schönes Gefühl, zu Hause zu spielen, darauf habe ich gewartet“, sagt der 26-Jährige, der eine gute Leistung bot, am 1:1 und der Entstehung zum Elfmeter für Heidenheim beteiligt war, dann allerdings auch den Strafstoß für Stuttgart verursachte. „Ich denke, dass wir ein gutes Spiel auf den Platz gebracht haben. Ich habe dann ärgerlicherweise den Elfmeter verschuldet, aber wir sind trotzdem wieder zurückgekommen. Ein Punktgewinn gegen die Stuttgarter ist sehr gut, aber dem Spielverlauf und unserer Leistung nach hätten wir das Spiel heute auch gewinnen können.“

