Heidenheim / Edgar Deibert Der Comedian teilte mal wieder aus – und grätschte dabei verbal auch den Heidenheimer Mittelfeldspieler um, der das harte Tackling aber locker nahm.

Die Coronavirus-Zeit ist auch die Zeit der Instagramer, Influencer oder Youtuber. Das Leben wird, noch stärker als bisher, ins Internet verlagert. So gibt es „im Netz“ einige Aktionen rund um das Coronavirus. Fußballer nehmen an der Stay-at-home-Challenge („Bleib zu Hause“) teil und jonglieren eine Rolle Klopapier. Andere wiederum sind bei der #babyphotochallenge dabei und posten Babybilder von sich auf Instagram.

Der 22-Jährige beteiligt sich an der humorvollen Aktion, die in der Coronakrise zum zu Hause bleiben aufruft.

Diese Social-Media-Plattform ist auch das Revier von Sarah (2,4 Millionen Abonnenten auf Instagram) und Dominic Harrison (1 Million) – zwei Influencern, deren zweijährige Tochter Mia Rose immerhin knapp über 370 000 Abonnenten hat.

Sarah Harrison, geborene Nowak, ist gelernte Bankkauffrau. Die 28-Jährige lebte einst in Günzburg, hat aber gut zehn Jahre lang in Niederstotzingen gewohnt und ging in Sontheim zur Schule. Im August 2014 war sie Playmate des Monats im „Playboy“ und 2015 „Playmate des Jahres“.

Die Harrisons veröffentlichten unter dem Hashtag „#Wirbleibenzuhause“ ein Video, in dem verschiedene Prominente dazu aufriefen, aufgrund der Coronavirus-Pandemie möglichst nicht aus dem Haus oder der Wohnung zu gehen, um die Verbreitung einzudämmen. Eine Vorlage für Oliver Pocher. Der Comedian, der sich mit dem Coronavirus infiziert hat, teilt schon länger gegen Influencer und auch die Harrisons aus. Und zwar nicht nur in einem Showprogramm, das den Titel „#SocialMediaBitch” (Social-Media-Luder) trägt.

Auf seinem Instagram-Account führte Pocher das Video von Sarah, die ihr zweites Kind erwartet, und Dominic Harrison vor – mit entsprechend bissigen Kommentaren. Neben Jérôme Boateng und Alphonso Davies (beide beim FC Bayern München), Pietro und Sarah Lombardi, Cathy Hummels (Ehefrau von Mats Hummels/Borussia Dortmund) oder Jennifer Lange und Andrej Mangold („Bachelor“) wurde auch Niklas Dorsch mit Spott bedacht.

Der FCH-Spieler strich im Clip hervor, dass während der Zeit, in der man aufgrund der Coronavirus-Pandemie verstärkt zu Hause bleibt, Telefonate mit den Liebsten länger gehen könnten als nur wenige Minuten. Pocher wiederum stieß die Art und Weise, wie Dorsch in sein Smartphone sprach, auf: „Ich frage mich, wie ein Telefonat mit ihm länger als wenige Minuten gehen soll. Mit der Euphorie, mit der er mit den Leuten telefoniert“, stichelte Pocher gegen Dorschs Darbietung auf ungewohntem Terrain.

„Ich frage mich, wie ein Telefonat mit ihm länger als wenige Minuten gehen soll“, stichelte Oliver Pocher auf Instagram gegen Niklas Dorsch.
© Foto: Screenshot Instagram/oliverpocher

Dann ließ Pocher eine roboterhafte Sprache folgen: „Hallo. Wie. Geht. Es. Dir? Mir. Geht. Es. Gut. Alles. Wun. Der. Bar“, ahmte Pocher überspitzt und sarkastisch Dorsch nach. Er wüsste auch gar nicht, wer Dorsch sei, fügte der Comedian an – und offenbarte damit, dass er in den letzten Jahren im Fußball nicht so genau hingeschaut hat. „Höchstwahrscheinlich irgendein Gangsterrapper, der mir jetzt auch aufs Maul hauen will“, so Pocher weiter.

Dorsch wiederum nahm die Sticheleien relativ locker. „Dominic Harrison ist ein guter Freund von mir. Deshalb habe ich Sarah und Dominic sehr gerne bei diesem Video unterstützt und mitgemacht“, so der 22-Jährige, der anfügte: „Wenn es jetzt dabei hilft, die Message #Wirbleibenzuhause zusätzlich zu verbreiten, dann ist es doch okay, wenn Oliver Pocher meint, dazu noch mal ein Video machen zu müssen.“