Winterzugang gleich in der Startelf

Eren Dinkci legt nach der Rückkehr zum 1. FC Heidenheim einen Blitzstart hin

Das ging schnell: Am Freitag vergangener Woche traf der vom SC Freiburg ausgeliehene Eren Dinkci in Heidenheim ein, am Sonntag stand er in Dortmund bereits in der Startelf. Wie war dieser Blitzstart möglich und was sagt Trainer Frank Schmidt zum Debüt des Rückkehrers?

Mit der vorübergehenden Verpflichtung Eren Dinkcis (Leihe bis Saisonende) verbinden viele Fans des 1. FC Heidenheim große Hoffnungen, zeigte er in der Bundesliga-Premierensaison des FCH starke Leistungen und hatte großen Anteil am Klassenerhalt. Dass der 24-Jährige nun in Dortmund sogar schon in der Startelf stehen würde, hatten aber die wenigsten erwartet.

Turbulente Tage

„Die vergangenen Tage waren ziemlich turbulent. Als ich gehört habe, dass es mit der Leihe klappt, bin ich Donnerstag losgefahren, habe am Freitag den Medizin-Check hinter mich gebracht und dann bis Sonntag noch zweimal mit der Mannschaft trainiert“, berichtet Dinkci. Ein wenig hat es ihn zwar dennoch überrascht, gleich beginnen zu dürfen, von Nervosität war aber nichts zu sehen.

„Ich glaube, der Trainer hatte eine Idee, und ich glaube auch, dass es funktioniert hat. Ich benötige keinen Anlauf hier, ich kenne ja alles“, sagt der Offensivmann, der die Dortmunder Abwehr immer wieder beschäftigte, die erste große Chance des Spiels hatte und sich vor dem 1:2 einen „halben Assist“ verdiente.

Das Vertrauen des Trainers

„Bei einem Spieler, der noch nie bei uns war, hätte es eher keinen Sinn gemacht, ihn nach zwei Tagen gleich spielen zu lassen, aber er ist fit, wusste genau, worauf er sich einlässt und was ich von ihm erwarte“, sagt Frank Schmidt zu Dinkcis Debüt. Und mit diesem war der Trainer zufrieden: „Man hat schon gesehen, dass er mit seinen tiefen Laufwegen ein Unruheherd war. Es geht aber nicht nur um ihn selbst, er hat auch alle um ihn herum besser gemacht – da ist ein anderer Glaube da.“

Der Spieler selbst ärgerte sich natürlich über das Ergebnis in Dortmund. „Ich glaube, wir können auf jeden Fall mit einem Punkt nach Hause fahren“, betont Dinkci, zeigt sich insgesamt aber mit dem Auftritt zufrieden: „Wir wollten hier mutig spielen und ich denke, das ist auch gelungen. Wir müssen jetzt positiv bleiben und auf diese Leistung aufbauen.“

Besondere Herausforderung

Die kurzfristig zustande gekommene Leihe betrachtet er als Glücksfall. „In Freiburg wurde die Spielzeit am Ende immer weniger. Ich glaube, da würde sich jeder Fußballer etwas suchen.“ Wie es nach den vier Monaten weitergeht, sei natürlich noch vollkommen offen. „Ich konzentriere mich jetzt auf meine Aufgabe hier, das oberste Ziel ist der Klassenerhalt mit der Mannschaft“, sagt Dinkci und fürchtet auch nicht, dass die Erwartungen im Umfeld zu groß sein könnten: „Ich weiß ja, wie die Heidenheimer Fans ticken. Ich fand es einfach eine geile Challenge für mich, hier auch etwas Verantwortung zu übernehmen.“