Fürth / Thomas Jentscher Der 1. FC Heidenheim muss sich bei Greuther Fürth mit einem 0:0 begnügen. Griesbeck hat in der Nachspielzeit die große Chance zum Sieg.

Es kann nicht jedes Mal Fußball-Feiertag sein – beim 0:0 in Fürth boten der FCH und die Gastgeber am Freitagabend eher Alltagskost. Immerhin bleiben die Heidenheimer damit im neunten Spiel in Folge ungeschlagen, der Abstand zu den beiden Topteams könnte sich aber weiter vergrößern.

Erste Halbzeit.
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Trainer Frank Schmidt wechselte gegenüber dem Spiel gegen den Hamburger SV nur auf einer Position: Der von muskulären Problemen geplagte Niklas Dorsch blieb zunächst auf der Bank, für ihn kam Denis Thomalla in die Heidenheimer Mannschaft.

Der FCH reiste mit einer beeindruckenden Serie ins Fränkische, aber auch die Gastgeber sind seit dem Trainerwechsel klar im Aufwind. So hätte es ein munteres Spiel werden können – wurde es jedoch nur sporadisch. Die Partie war vielmehr von vielen Fehlpässen und Zweikämpfen im Mittelfeld geprägt.

Es dauerte zwölf Minuten bis zum ersten so richtig gelungenen Angriff des FCH, am Ende setzte Robert Glatzel den Kopfball daneben. Die Heidenheimer bestimmten das Geschehen, ein guter Angriff über Marnon Busch und Robert Andrich führte aber ebenfalls nicht zum Erfolg. Dennoch fehlte dieses Mal der letzte Tick an Entschlossenheit und Genauigkeit. Und wenn Torwart Kevin Müller den Ball ins Spiel bringen musste, war das Fehlen von Dorsch deutlich zu spüren, es gab wieder mehr lange Bälle und weite Abschläge.

Dovedan scheitert am Keeper

So ab der 25. Minute wurden die Platzherren stärker, kombinierten sich einige Male durch die Heidenheimer Hintermannschaft, ohne allerdings eine klare Chance herauszuspielen. Die hatte auf der Gegenseite dann doch Nikola Dovedan. Nach einem Fürther Ballverlust schickte Glatzel seinen Stürmerkollegen auf die Reise, aber es passte irgendwie zu dem Tag, dass Dovedan beim Versuch, Sascha Burchert zu umspielen, am Bein des Fürther Keepers hängenblieb.

Zweite Halbzeit.
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Nach dem Seitenwechsel änderte sich nicht viel am Geschehen, spätestens beim finalen Pass oder beim Abschluss agierten beide Teams ohne den rechten Biss. Nach 56 Minuten bot sich im Anschluss an einen Eckball die Möglichkeit für den Heidenheimer Innenverteidiger Patrick Mainka, dessen Seitfallzieher war technisch gar nicht ohne, doch traf er genau die Brust eines Verteidigers. Auf der anderen Seite kam Kenny Prince Redondo nach guter Flanke zum Kopfball. Müller wäre chancenlos gewesen, die Kugel rauschte aber links am Tor vorbei.

Doppelwechsel ohne Wirkung

Nach 71 Minuten versuchte Schmidt per Doppelwechsel nochmals Schwung ins Spiel zu bringen. Aber Niklas Dorsch und Maurice Multhaup konnten ebenso wenig Akzente setzen wie zuvor Nikola Dovedan und Marc Schnatterer. Zwei Aufreger gab's aber noch. In der 76. Minute setzte Andrich einen Freistoß elegant über die Mauer, doch Marco Caligiuri rettete auf der Linie. Schon am Ende der Nachspielzeit fiel dann Sebastian Griesbeck quasi das Glück vor die Füße, nach einem Freistoß hätte er aus circa acht Metern das Tor des Tages erzielen können, schlug jedoch am Ball vorbei.

So blieb es beim 0:0, das alles in allem in Ordnung geht, auch wenn der FCH ein Plus bei den klaren Chancen hatte. Von einem absoluten Spitzenteam wäre Fürth an diesem Abend wohl zu schlagen gewesen – aber als ein solches würden sich die FCHler in der 2. Liga auch nie bezeichnen.