Ulm / Edgar Deibert Insgesamt zeigte die hohe Polizeipräsenz aber Wirkung. Auch der 1. FC Heidenheim zieht eine durchaus positive Bilanz.

Es war ein großer Aufwand, den die Polizei am Samstag, 10. August, betrieb, um rund ums Pokalspiel des SSV Ulm gegen den 1. FC Heidenheim für Sicherheit zu sorgen. Nach HZ-Schätzung waren 400 bis 500 Beamte im Einsatz, um in erster Linie ein Aufeinandertreffen der miteinander rivalisierenden Ultras der beiden Vereine zu verhindern.

Dies ist der Polizei wohl auch gut gelungen. Insgesamt wurden sechs Straftaten aufgenommen. Ein FCH-Fan habe nach Auskunft der Polizei eine Körperveletzung begangen. Dazu kam es zu zwei Beleidigungen, darunter eine gegen Polizeibeamte (jeweils ein Heim- und ein Gastfan), einer Sachbeschädigung (Gastfan), einem Widerstand gegen Polizeibeamte (Heimfan) und einem Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz (Pyro, Gastfan).

Zudem gab es acht Ordnungswidrigkeiten im Stadion selbst. Im Ulmer Ultrablock wurden zu Beginn der Partie drei Böller gezündet, im Heidenheimer im Verlauf des Spiel Bengalos.

Der FCH zieht eine durchaus positive Bilanz. „Insgesamt betrachtet haben die Abläufe am Spieltag aus unserer Sicht – abgesehen vom Abbrennen der Pyrotechnik, die wir ausdrücklich nicht gutheißen – gut funktioniert. Dies betrifft insbesondere auch die Demonstration der aktiven Fanszene am Vormittag in Ulm sowie die An- und Abreise, hier besonders die Nutzung des Entlastungszugs sowie der bereitgestellten Shuttlebusse“, hieß es auf HZ-Anfrage.

Vor dem DFB-Pokalspiel am Samstag (18.30 Uhr) sind rund 100 Heidenheimer Fans durch die Ulmer Innenstadt gelaufen und haben gegen Aufenthaltsverbote demonstriert, die die Stadt Ulm gegen sieben Heidenheimer im Vorfeld verhängt hatte.