Seit die Heidenheimer Fußballer bei der Auslosung zur ersten Runde des DFB-Pokals im „Profitopf“ sind, müssen sie zum Auftakt dieses Wettbewerbs stets reisen, treffen in der Regel auf unterklassige Gegner und ziehen meist mehr oder weniger sicher in die zweite Runde ein. Doch es kann auch anders kommen, man kann auf starke Drittligisten treffen, auch die vier schlechtesten Zweitligateams der vergangenen Runde sind im „Amateurtopf“. Genau so einen Gegner hat der FCH nun erwischt: Absteiger SV Wehen Wiesbaden.

„Das ist für uns mit das schwerste Los, aber das ist auch gut so“, sagt Trainer Frank Schmidt und erhofft sich gleich eine konzentrierte Vorstellung seiner Mannschaft. Ebenso wie in seiner Truppe gab es auch bei den Hessen einen Umbruch. Unter anderem verlor der SVWW seinen Torjäger Manuel Schäffler (nach Nürnberg). „Wiesbaden hat aber auch einige zweitligaerfahrene Leute geholt. Das zeigt, dass sie wieder angreifen wollen“, betont Schmidt.

Den Gegner zu beobachten, ist in diesen Tagen schwierig, die Heidenheimer haben sich beim Studium per Video eher auf einzelne Spieler konzentriert. Schmidt: „Vor allem wollen wir aber auf uns selbst schauen. Wir brauchen das Vertrauen ins eigene Spiel, um einen Pokal-Fight liefern zu können.“

Gegner war in Quarantäne

Und dass es ein harter Kampf wird, steht für den FCH-Coach außer Zweifel. Schon in der vergangenen Spielzeit hatten die Heidenheimer in beiden Spielen (0:0 und 1:0) Probleme gegen die stark verteidigenden Wiesbadener. Auch wenn die Vorbereitung des SVWW nicht optimal war – wegen Corona-Befunden im Umfeld musste die Mannschaft vergangenes Wochenende in Quarantäne und das letzte geplante Testspiel absagen –, müssen sich die FCHler am Sonntag wohl auf einen zähen Kampf einstellen.

Vielleicht auch einen, der in die Verlängerung geht. Schmidt sieht seine Mannschaft dafür gerüstet, trotz der schwierigen Umstände in den vergangenen Monaten gebe es keine Einschränkungen in Sachen Fitness. „Die Werte sind sogar besser als in den Vorjahren“, betont Schmidt.

Personell sieht es ganz gut aus. Es fehlen Oliver Hüsing, der noch in Reha ist, und Maximilian Thiel, den muskuläre Probleme plagen. Außerdem muss Neuzugang Andreas Geipl passen, er hatte bei seinem vorigen Verein Jahn Regensburg im DFB-Pokal noch eine gelb-rote Karte gesehen.

Auch Elfmeterschießen gehöre natürlich zur Vorbereitung auf so ein Pokalspiel. Übrigens haben die Heidenheimer schon an die Testspiele gegen den österreichischen Erstligisten Altach kleine Elfmeterturniere angehängt. So ein Test unter Wettkampfbedingungen hat sicher nicht geschadet.

Heidenheim