Ulm / Edgar Deibert Bei manchen Anbietern kann man jetzt schon Karten kaufen. Für hohe Beträge.

Fußballderbys haben ja ihren eigenen Reiz. Sie elektrisieren Fans, Verantwortliche der Vereine und natürlich auch die Spieler. In der ersten Runde des DFB-Pokals kommt es zu so einer besonderen Begegnung: Zweitligist 1. FC Heidenheim ist dabei in der südlichen Nachbarstadt, beim Außenseiter SSV Ulm (Regionalliga), zu Gast. Den Termin haben Anhänger beider Vereine dick rot im Kalender markiert: Samstag, 10. August. Dann kommt’s endlich wieder zum Duell im Ulmer Donaustadion (18.30 Uhr).

Doch halt! Fehlt da nicht etwas? Genau, ab wann und wo gibt es denn überhaupt Karten für dieses doch außergewöhnliche Kräftemessen zu kaufen? Die Antwort lieferte am Mittwoch, 10. Juli, Thomas Rohmer, einst selbst beim FCH beschäftigt, und nun Spielleiter beim SSV Ulm: Erst vor kurzem hätten sich beide Vereine bezüglich der Kartenpreise abgestimmt.

Der FCH ließ wissen, dass er bezüglich des Starts des Verkaufs des Gästekontingents derzeit auf finale Informationen aus Ulm warte. Wahrscheinlich könne aber noch in dieser Woche bekanntgeben werden, wie der Verkauf abläuft.

Der FCH erhält aber etwa 1900 Karten und damit als Gastverein wie gewohnt zehn Prozent des Kontingents. Tickets im freien Verkauf gibt es aber noch nicht.

Keine Karten? Nicht ganz! Mal wieder sorgen so genannte Drittanbieter für Kopfschütteln bei Fans, die gerne das Spiel sehen würden. Im Internet kann man nämlich sehr wohl Tickets kaufen – zu überhöhten Preisen. Da werden Stehplatzkarten für 44 bis 53 Euro angeboten. Bei einem weiteren Anbieter darf man sogar 99 bis 199 Euro hinlegen.

Grundsätzlich warnt der FCH seine Fans vor Portalen wie „Viagogo“ oder ähnlichen Anbietern ab, ließ der Verein am Mittwoch, 10. Juli, auf HZ-Anfrage wissen. Weiterhin rät der Verein seiner Homepage seinen Anhängern, „Tickets erst dann online zu kaufen, wenn wir den Ticketverkauf offiziell gestartet bzw. bekanntgegeben haben“.

Kein Wunder, dass so manch ein Fan mit Blick auf die Portale verärgert mit dem Kopf schüttelt. Warum sind die Tickets noch nicht im Verkauf – aber schon zu haben? Die Drittanbieter hoffen wohl auf ein gutes Geschäft und darauf, sich Kontingente sichern zu können. Bleibt ihnen zu wünschen, dass sie am Ende ein Eigentor schießen.