Keine Diskussion beim Tabellenletzten

„Wir wissen, was wir ihm zu verdanken haben“ – warum der FCH an Trainer Frank Schmidt festhält

Die Lage für den 1. FC Heidenheim spitzt sich immer mehr zu. Würde der Verein auch mit Frank Schmidt in die 2. Bundesliga gehen? Der Trainer selbst sieht nicht den richtigen Zeitpunkt, um über dieses Thema zu reden. Sein Klubchef stärkt ihm aber schon einmal den Rücken.

Die Chancen des 1. FC Heidenheim im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga sinken von Woche zu Woche, aber so verlässlich, wie in dieser Situation bei anderen Vereinen längst eine Trainerdiskussion geführt worden wäre, so verlässlich ist eine solche in Heidenheim tabu. „Natürlich brauchst du als Trainer die vollkommene Rückendeckung, das spüre ich, die habe ich hier“, sagte Frank Schmidt vergangene Woche vor dem Spiel beim FC Augsburg.

Von Sonntag an ist Frank Schmidt der Trainer mit der längsten Amtszeit bei einem Verein im deutschen Profifußball.

Frank Schmidt bricht den Trainer-Rekord - So gratulieren Prominente und Wegbegleiter

Am 17. September 2007 übernahm Frank Schmidt das Amt des Trainers beim 1. FC Heidenheim und niemand hätte es sich wohl träumen lassen, dass er es 16 Jahre später immer noch inne hat. In dieser Zeit hat Frank Schmidt den FCH von der Oberliga bis in die Bundesliga geführt – eine unglaubliche Leistung.
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Heidenheim
Länger im Amt als alle anderen

Was passiert bei einem Abstieg?

Aber was, wenn der schlimmste Fall eintritt und die Heidenheimer in die zweite Liga absteigen? Würde Schmidt auch dann seinen noch bis Sommer 2027 geltenden Vertrag erfüllen und würde der Verein dies wollen? „Das kann ich heute nicht beantworten, damit beschäftige ich mich auch nicht“, erklärte der 52-Jährige und machte klar, dass für ihn stets der volle Einsatz bei der Vorbereitung auf die nächste Aufgabe im Vordergrund steht.

FCH-Verteidiger Benedikt Gimber (rechts) zeigte wie seine Mitspieler in Augsburg über weite Strecken des Auswärtsspiels eine gute Leistung, in der 79. Minute unterlief ihm aber der spielentscheidende Fehler.

Auf der Suche nach dem „Knotenlöser“: Der 1. FC Heidenheim stolpert im Abstiegskampf über die gleichen Hindernisse

Trotz einer erneut guten Leistung kassiert der 1. FC Heidenheim beim FC Augsburg eine unglückliche 0:1-Niederlage. Während sich die Fehlerbilder wiederholen, befinden sich die Spieler und Trainer Frank Schmidt zwischen Ratlosigkeit und der nicht enden wollenden Suche nach einem Ausweg:
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Heidenheim
Fußball-Bundesliga

Der Rekordtrainer im deutschen Profifußball, der den 1. FC Heidenheim im Jahr 2007 übernommen und von der Oberliga in die Bundesliga geführt hatte, wolle nicht „aus Selbstzweck“ auf seinem Posten bleiben, zeigt sich aber nach wie vor motiviert. „Es geht nicht um mich, es geht um den Verein. Solange wir zusammen zu 100 Prozent dahinterstehen, bin ich gerne Trainer und habe genug Energie, um alles dafür zu tun, dass der 1. FC Heidenheim bestmöglich aufgestellt ist.“

Sanwalds klares Bekenntnis

Wie immer in solchen Situationen lässt auch Holger Sanwald keine Diskussionen über den Trainer aufkommen. Gegenüber der Deutschen Presseagentur erklärte der Vorstandsvorsitzende des FCH auf die Frage, ob er mit Schmidt auch bei einem Abstieg in die zweite Liga weiterarbeiten würde: „Selbstverständlich, wenn er es möchte. Frank hat bei uns noch einen Vertrag bis 30. Juni 2027.“ Des Weiteren erklärte Sanwald: „Wir wissen, was wir ihm zu verdanken haben. Er ist jetzt sogar mit Sicherheit durch die Erfahrungen, die er auch in dieser Saison gesammelt hat, ein noch besserer Trainer geworden. Dass wir unten drinstehen in der Tabelle, liegt ja nicht an ihm.“