Transfergerücht

Das sagt FCH-Boss Holger Sanwald zu den Boateng-Schlagzeilen

Ein schillernder Name im Profi-Fußball ist der derzeit vertraglose Jerome Boateng ohne Zweifel. Selbst eine Nichtverpflichtung des 1. FC Heidenheim führt da zu Schlagzeilen. Zuletzt hatte der Boateng-Berater sich in der "Bild" zu Wort gemeldet. Jetzt spricht der FCH-Vorsitzende Holger Sanwald.

Das sagt FCH-Boss Holger Sanwald zu den Boateng-Schlagzeilen

War das eine vergebliche Buhlerei? Oder gar ein Blind Date? Und: Warum kam es zu keinem Verhältnis? Fragen über Fragen, bei dem sich der ein oder andere eventuell nun selbst die Frage stellt, was das mit Profi-Fußball, dem FCH und dessen Ansinnen, einen weiteren Verteidiger zu finden, zu tun hat?

Aufklärung gefällig? Bitteschön. Zunächst sei ein Rückblick gestattet: In der vergangenen Woche gab es das, beispielsweise bei der "Sport-Bild" zu lesende, Gerücht, Heidenheim sei an Jerome Boateng interessiert. Kleiner Verein, gerade in die Bundesliga aufgestiegen, ist am Weltmeister und früheren Bayern-Profi dran. Klar, dass das Schlagzeilen produziert.

FCH-Coach Frank Schmidts Aussagen sorgen wohl für Redebedarf

Der FCH machte in diesem Fall, was er bei Anfragen zu möglichen Transfers immer macht und antwortete so: "Wir äußern uns nicht zu personellen Spekulationen." Soweit, so gut? Nein, denn als FCH-Trainer Frank Schmidt am Freitag in der Pressekonferenz vor dem Bayern-Spiel gefragt wurde, wie es aus seiner Sicht zu dem Boateng-Gerücht kam, sagte der 49-Jährige: "Ich war selber überrascht, was ich da alles gelesen habe. Ich weiß von nichts." Heißt auch: Boateng beim Bundesligisten an der Brenz? Diese Beziehung wird es nicht geben.

Thema damit beendet? Mitnichten. Offenbar, so konnte man es am Sonntag in der "Bild" lesen, hatte nun der Boateng-Berater Tolga Dirican Redebedarf. Zu lesen war und ist: Heidenheim hätte um Boateng gebuhlt. Als "Frechheit", so steht es bei der "Bild", empfinde Dirican, dass Heidenheim das so drehen wolle, als ob sie seinem Kunden abgesagt hätten. Vielmehr habe nie ein Interesse Boatengs an Heidenheim bestanden.

Mag sein. Verwunderlich ist dann aber, warum sich der Berater überhaupt mit den Klubverantwortlichen aus Heidenheim unterhalten hat. Dass es ein Gespräch gab, wird vom FCH-Vorstandsvorsitzenden Holger Sanwald bestätigt. Die Initiative dazu sei auch vom FCH ausgegangen.

FCH-Boss Holger Sanwald. Markus Brandhuber

Der Verein, so Sanwald, sah sich nach dem Kreuzbandriss von Thomas Keller gezwungen, sich Gedanken über die Verpflichtung eines Innenverteidigers zu machen. Drei - es bleiben Patrick Mainka, Tim Siersleben und Benedikt Gimber übrig - sind wohl mindestens einer zu wenig. "Wir haben einige Gespräche mit sondierendem Charakter geführt", sagt Sanwald. Das mit dem Berater von Boateng sei nicht das einzige gewesen, hätte aber das Alleinstellungsmerkmal, dass es den Weg an die Öffentlichkeit gefunden habe.

Dass Trainer Frank Schmidt nichts von dem Gespräch zu Ohren gekommen sei, habe einen einfachen Grund: "Wir haben schnell gemerkt, dass Boateng kein Thema für uns sein wird. Frank Schmidt wird erst in die Gespräche eingebunden, wenn die Parameter passen. Das war hier nicht der Fall. Es kam nie zu einem Angebot von uns", so der Vorstandsvorsitzende.

Ob Schmidt in andere Gespräche Einblick hat? Vor Vertragsabschluss wird man dazu nichts vernehmen. Fest steht: "Wir sehen den Bedarf und beschäftigen uns mit Spielern. Aber es muss alles passen. Deswegen können wir nicht sagen, zu welchem Zeitpunkt wir eine Verpflichtung vermelden können", sagt Sanwald. Möglich sei auch, dass es gar nicht klappt. Ob der FCH damit ähnlich viel Aufmerksamkeit erzeugen wird wie mit dem Namen Jerome Boateng? Fraglich.

Karten für das Spiel in Leipzig

Der Bundesliga-Spielplan sieht am Samstag, 2. Dezember, Anstoß ist um 15.30 Uhr die Auswärtspartie des 1. FC Heidenheim in Leipzig vor. Gästetickets gibt es jetzt für FCH-Mitglieder, FCH-Dauerkarteninhaber und FCH-Sponsoren über den FCH-Onlineshop. Einen freien Verkauf wird nach Auskunft des Vereins nicht geben.

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