Viel Aufwand und wieder kein Ertrag: Die Negativserie des 1. FC Heidenheim verlängert sich mit 0:1 beim FC Augsburg am Sonntagnachmittag auf vier Niederlagen. Alexis Claude-Maurice erzielte in der 80. Minute per Foulelfmeter, den FCH-Verteidiger Benedikt Gimber verursacht hatte, den entscheidenden Treffer für die Gastgeber. „Wir sind in beiden Strafräumen nicht präsent genug und so kommt es heute zu der entscheidenden Situation“, sagte FCH-Kapitän Patrick Mainka nach der Partie.
Trainer Frank Schmidt musste in der Augsburger WWK-Arena auf den erkrankten Leistungsträger Niklas Dorsch verzichten. Für den Ex-Augsburger spielte Jan Schöppner im Mittelfeldzentrum. Im Sturm begann Stefan Schimmer anstelle des formschwachen Marvin Pieringer. Außerdem gab es eine Premiere: In seinem ersten Spiel im FCH-Trikot stand Winterneuzugang Christian Conteh gleich in der Startelf.
Nur eine echte Torchance in 90 Minuten
Der Außenstürmer agierte auf der linken Angriffsseite und versprühte wie die gesamte Heidenheimer Mannschaft in einer ereignisarmen ersten Hälfte wenig Torgefahr. Den einzigen ordentlichen Abschluss hatte Julian Niehues, dessen Kopfball aber deutlich über das Tor von FCA-Torhüter Finn Dahmen segelte (13.). Auf der Gegenseite entschärfte kurz darauf Diant Ramaj einen Schuss von Kristijan Jakic, Alexis Claude Maurice zielte knapp am Tor vorbei (25.).

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Im zweiten Spielabschnitt entwickelten die Heidenheimer einige Druckphasen, hatten mehr Ballbesitz und spielten mehrere Konterchancen und Standardsituationen heraus. Eine größere Torgefahr konnten die Gäste – auch wegen vieler technischer Fehler – aber nur selten entwickeln. Nur Eren Dinkci war in der 67. Minute nah dran an der Heidenheimer Führung. Sein Abschluss verfehlte den linken Pfosten aber um etwa einen Meter. „Unser größtes Problem im Jahr 2026 ist das Torschießen, wir hatten in allen Spielen genügend Möglichkeiten dafür“, so der FCH-Trainer.
FCH empfängt den VfB Stuttgart
Und in der entscheidenden Situation fehlte Benedikt Gimber die Cleverness im Abwehrverhalten. Nach einem Eckball der Augsburger zerrte der Verteidiger etwas zu lange und offensichtlich am Trikot seines Gegenspielers Keven Schlotterbeck. Das sah nicht nur Schiedsrichter Felix Zwayer so, sondern auch Frank Schmidt, der mit Blick auf die Szene von einem „berechtigten Elfmeter“ sprach.
Nach der 15. Saisonniederlage bleiben die Heidenheimer weiter auf dem letzten Tabellenplatz. Der Rückstand der Schmidt-Elf, die am kommenden Sonntag, 22. Februar, den VfB Stuttgart empfängt, auf den Relegationsplatz 16 beträgt weiterhin sechs Punkte.

