Worauf sich alle Amateurfußballer bereits eingestellt haben, hat der Württembergische Fußballverband (WFV) am Donnerstag, 26. November, offiziell bestätigt: In diesem Jahr werden keine Spiele mehr ausgetragen, auch wird nicht trainiert. Zunächst einmal war die Saison vom WFV für November unterbrochen worden.

Nachdem vom Bund und den Ländern die Corona-Beschränkungen im Wesentlichen bis zu den Weihnachtsfeiertagen aufrechterhalten „und es damit insbesondere keine Lockerungen für den Amateursport geben wird, müssen sämtliche bis zum Jahresende 2020 terminierten Spiele im Verbandsgebiet des WFV abgesetzt werden, und zwar ab einschließlich der Oberliga Baden-Württemberg abwärts“, heißt es in der Stellungnahme des Verbands.

Dabei habe sich der WFV sehr wohl die Möglichkeit offen lassen wollen, „im Idelafall in diesem Jahr noch einige Spiele auzutragen“. Denn unverändert habe oberste Priorität, „den Vorgaben der Spielordnung Rechnung zu tragen, das heißt, soweit rechtlich möglich und zumutbar vollständige Meisterschaftsrunden mit Hin- und Rückspielen zu absolvieren.“

Eine Konsequenz: „In Staffeln mit entsprechenden Mannschaftszahlen kommen deshalb auch Spiele bereits im Januar in Betracht, sollten Lockerungen beschlossen werden, die dies rechtlich ermöglichen“, so der WFV. „Es hätte zudem auch keine ersichtlichen Vorteile für Vereine und Aktive gehabt, vorzeitig auf ungesicherter Grundlage vollendete Tatsachen zu schaffen.“

Wie geht’s 2021 weiter?

Soweit Meisterschaftsrunden nicht vollständig zu Ende geführt werden können, sehe die Spielordnung dazu bereits Regelungen vor:

  • Sowohl die Quotienten-Regelung zur Ermittlung von Auf- und Absteigern als auch die Möglichkeit zur Annullierung von Meisterschaftsrunden sind in der Spielordnung angelegt.
  • In Betracht kommt darüber hinaus auch eine Verlängerung des Spieljahres bis zum 15. Juli 2021.
  • „Ausdrücklich kann auf die aktuelle Situation aber auch durch die Entwicklung anderer Spielmodi reagiert werden“, so der WFV. Denkbar seien so zum Beispiel auch Auf- und Abstiegsrunden nach einer abgeschlossenen Vorrunde.

Zur Entscheidung hierüber habe der außerordentliche Verbandstag am 20. Juni 2020 den Beirat ermächtigt. So sei einerseits die Einbindung der Bezirke gewährleistet, und andererseits werde ein einheitliches Vorgehen garantiert, was für einen reibungslosen Auf- und Abstieg erforderlich ist, erklärt der Verband in einem Schreiben.