Heidenheim / Edgar Deibert Heidenheims Trainer Frank Schmidt will in den kommenden zwei Wochen herausfinden, ob Handlungsbedarf besteht.

Sie waren in der vergangenen Saison so etwas wie ein kongeniales Duo: Niklas Dorsch und Nikola Dovedan. „Er hat ähnlich gedacht wie ich, was das Spiel mit dem Ball angeht“, sagt Dorsch über den nun zum 1. FC Nürnberg abgewanderten Österreicher. „Wir haben uns gut ergänzt. Er war vorne im gefährlichen Bereich, ich hinten im Spielaufbau. Das war ein großer Bestandteil, warum wir so erfolgreich waren in der vergangenen Saison. Er wird uns fehlen“, erklärt der 21-Jährige weiter, fügt aber an: „Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass der Trainer und auch Holger Sanwald sich etwas einfallen lassen, damit wir das kompensieren können.“

Dorsch selbst, der durch eine sehr starke Saison ebenfalls auf sich aufmerksam gemacht hat, führe derzeit keine Gespräche mit anderen Vereinen, wie er am Mittwochabend nach dem Testspiel des FCH in Schnaitheim betonte. „Es gibt gar nichts Neues. Mit sehr großer Wahrscheinlichkeit bleibe ich hier. Und ich will auch hierbleiben.“

Sein Trainer möchte „keine Wasserstandsmeldungen“ bezüglich des Kaders abgeben. Aber natürlich ist auch Frank Schmidt klar, dass der FCH mit den Abgängen von Dovedan, Robert Andrich (Union Berlin) und der Verletzung von Maximilian Thiel (Kreuzbandriss) an Qualität verloren hat. Für Schmidt gilt jetzt: „Die Spieler, die hier sind, haben die Chance, sich zu zeigen. Es ist immer gut, wenn man kein Geld ausgeben muss. Am Ende des Tages geht es aber um Qualität.“

Nun gehe es für den FCH erst einmal ins Trainingslager. „In den nächsten zwei Wochen müssen wir sehen, ob wir Handlungsbedarf haben. Wir müssen wie immer Augen und Ohren offenhalten.“ Der Coach möchte genau schauen, „wer jetzt die Chance sieht, in die frei gewordenen Stellen auch reinzurutschen“.

Der FCH bricht am Freitag, 5. Juli, in sein zweites Trainingslager nach Aigen (Österreich) auf, wo er bis Sonntag, 14. Juli, bleibt.