Heidenheim / Thomas Jentscher Nach dem schwachen Auftritt in Dresden hofft Trainer Frank Schmidt auf eine Reaktion seiner Mannschaft. Bis auf Maximilian Thiel sind alle Akteure fit.

Zum zweiten Heimspiel der neuen Zweitligasaison erwartet der 1. FC Heidenheim am Sonntag (Beginn 13.30 Uhr) den SV Sandhausen. Nach der Niederlage in Dresden ist für Trainer Frank Schmidt klar: „Wir sind in der Pflicht, nicht nur ein gutes Spiel zu machen, sondern auch zu punkten.

Beide Teams stehen mit je einem Sieg, einem Unentschieden und einer Niederlage im Mittelfeld der Tabelle. Natürlich ist es noch sehr früh in der Saison, aber drei Punkte wären für den FCH enorm wichtig, zumal anschließend die schwere Aufgabe bei Erstliga-Absteiger Nürnberg wartet. „Den Start kann man auch nach diesem Spiel noch nicht bewerten, aber klar, jeder Punkt hilft“, sagt Schmidt.

Mit gleich elf – zum Teil namhaften – Neuzugängen möchte Sandhausen nach der letztjährigen Zitterpartie eine sorgenfreie Runde spielen. Man spricht vom bisher teuersten und besten Kader des Klubs. Der Start ging trotzdem daneben. Nach einem achtbaren 1:1 in Kiel verlor Sandhausen überraschend zu Hause gegen Aufsteiger Osnabrück und auch im DFB-Pokal gegen Mönchengladbach jeweils mit 0:1.

Doch mit dem 3:2 über Nürnberg stießen die Kurpfälzer zuletzt den Bock um, kommen nun sehr selbstbewusst nach Heidenheim. Schmidt: „Sandhausen ist eine absolut gestandene Zweitligamannschaft mit erfahrenen Spielern. Sie spielen einen sehr aggressiv Fußball, haben ein sehr gutes Umschaltverhalten.Da kommt am Sonntag jede Menge Arbeit auf uns zu.“

Beim FCH kehrt Innenverteidiger Timo Beermann zurück, auch Marnon Busch, der einen Tag mit dem Training aussetzen musste, ist wieder zu 100 Prozent fit. Somit fehlt lediglich der Langzeitverletzte Maximilian Thiel. Die Reha läuft nach seinem Kreuzbandriss bisher nach Plan, doch hat der 26-Jährige noch einen langen Weg vor sich.

Bei Sandhausen sieht es nicht ganz so gut aus, Trainer Uwe Koschinat muss auf Dieckmann (Muskelverletzung), Hauk (Aufbautraining), Karl (Reha), Kister (Aufbautraining) und Kulovits (Reha) verzichten. Das hat den SVS zuletzt aber auch nicht ausgebremst.

Die Gesamtbilanz der Heidenheimer gegen Sandhausen in 2. und 3. Liga sowie im DFB-Pokal ist mit zehn Siegen, sechs Unentschieden und zwei Niederlagen ausgezeichnet. Allerdings ging das letzte Heimspiel am drittletzten Spieltag der vergangenen Saison verloren. Das 2:3 bedeutete quasi das Aus des FCH im Aufstiegsrennen und die Rettung für Sandhausen im Abstiegskampf. Die vergangene Runde ist aber abgehakt, man muss dem Heidenheimer Trainer keine Frage stellen, um zu wissen, dass die Partie vom Mai keinen Einfluss auf das aktuelle Spiel mehr hat.

Bei allen Qualitäten des Gegners stellt Schmidt auch fest: „Sandhausen hat von vier Pflichtspielen erst eines gewonnen – die sind nicht unbesiegbar.“ Generell wolle man aber weniger auf den SV schauen. „Wir haben gegen Dresden kein gutes Spiel gemacht. Das hat uns gestunken, auch wenn es lange her ist, dass wir so eine schwache Partie hatten“, sagt der FCH-Trainer. Sein Team habe einige Dinge vermissen lassen, die Laufdaten und die Sprintqualität haben vergangenes Wochenende nicht gepasst. Schmidt: „Das müssen wir einfach wieder besser machen.

Bisher geriet der FCH in allen drei Ligaspielen in Rückstand. Zwar holte die Mannschaft trotzdem noch vier Punkte, aber auch Schmidt betont, dass es wichtig wäre, nicht immer einem Rückstand hinterherrennen zu müssen.

Unter den fünf Abgängen waren drei klare Stammspieler, aber auch auf anderen Positionen gab es in den ersten Partien immer wieder Wechsel. Zum Teil waren diese der taktischen Ausrichtung geschuldet, aber Schmidt erklärt auch: „Man kann noch nicht sagen, dass die erste Elf steht. So weit sind wir noch nicht. Wenn es Veränderungen gibt, braucht man eine gewisse Zeit. Insgesamt sind wir noch nicht auf einem stabilen Niveau. Das betrifft sowohl das Abwehrverhalten als auch das Spiel nach vorne.

Pokalspiel in Bremen terminiert

Gestern wurden die genauen Ansetzungen für die zweite Runde des DFB-Pokals bekannt gegeben. Der 1. FC Heidenheim tritt am Mittwoch, 30. Oktober, bei Werder Bremen an, Spielbeginn ist um 18.30 Uhr.

Der FCH hatte sich durch ein 2:0 im Nachbarschaftsduell beim SSV Ulm für die zweite Runde qualifiziert, Bremen hatte 6:1 beim Oberligisten Delmenhorst gewonnen.

Heidenheims Trainer Frank Schmidt hadert übrigens nicht mit dem Los. „Es gibt nur einen Nachteil: Dass unsere Fans am Mittwochabend nur schwer nach Bremen kommen. Aber für uns ist es ein sehr attraktives Los, in Bremen zu spielen.“