Anfang der Woche ging man beim FCH noch davon aus, dass lediglich 499 Fans das Spiel am Sonntag (Beginn 13.30 Uhr) gegen Eintracht Braunschweig besuchen können. Jetzt bietet sich doch wesentlich mehr Fans die Chance, beim Zweitligaauftakt in der Voith-Arena dabei zu sein.

Die Chefs der Staatskanzleien der Länder haben sich am Dienstag auf einen sogenannten „sechswöchigen Testbetrieb mit Zuschauern unter Corona-Bedingungen“ geeinigt. Die Grenze für die Teilzulassung von Zuschauern, die auch für andere Sportarten gilt, liegt jeweils bei 20 Prozent der Stadion-Kapazität.

Da in die Heidenheimer Voith-Arena maximal 15.000 Fans passen, können damit am Sonntag im Zuge des momentanen Corona-Sonderspielbetriebs erstmals wieder bis zu 3000 Zuschauer live dabei sein – dem bisherigen Interesse nach zu urteilen, wird diese Zahl auch erreicht.

Heidenheim

Die Besucher werden sich dabei auf die Sitzplatzbereiche der Südtribüne, des Gästeblocks und der Haupttribüne verteilen. Gästefans sind ja weiterhin nicht zugelassen. Hinzu kommt, dass Stehplatzstufen auf der Osttribüne als Sitzplätze gekennzeichnet werden.

Im Public-Bereich der Voith-Arena wird nur jeder zweite Platz belegt, um Abstand halten zu können. Auf der Haupttribüne, beschränkt auf den Bereich der Business-Sitzplätze, werden Glasscheiben zur Abtrennung installiert. Die Besucher können dort nach einem für den Business-Club entwickelten, gastronomischen Hygiene-Konzept in Gruppen zusammensitzen, ebenso wie in den Logen oder an ihren Tischen im Business-Club, der für Sponsoren geöffnet sein wird.

Maske im Stadion ist Pflicht

Für alle Stadionbesucher ist für die gesamte Verweildauer in der Voith-Arena das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung verpflichtend. Davon ausgenommen ist der Verzehr von Speisen und Getränken, der auf dem jeweiligen Sitzplatz möglich ist.

Zudem müssen Tickets stets personalisiert sein, um mögliche Infektionsketten nachverfolgen zu können. Tickets sind übertragbar, der Ticketkäufer ist dann jedoch stets für die Herausgabe der Kontaktdaten des Zuschauers und die Information über dessen Gesundheitszustand verantwortlich.

Wie kommt man an Karten?

Alle FCH-Mitglieder, die sich im Zuge eines ursprünglich geplanten Losverfahrens bereits um Karten für das bevorstehende Heimspiel gegen Braunschweig beworben hatten, werden vom FCH kontaktiert, um sich während des Mitgliedervorverkaufs ihr Ticket sichern zu können.

Für alle weiteren Mitglieder startete am Mittwoch um 16 Uhr der Vorverkauf. Wie immer gilt dabei: Pro Mitgliedschaft kann ein Ticket gesichert werden. Der Mitgliedervorverkauf endet am Donnerstag um 18 Uhr.

Der Verein bitte alle Mitglieder, sich die Karten über ihren Zugang im FCH-Onlineshop zu kaufen. Nur wer über keinen E-Mail-Zugang verfügt, kann sich im Fan- und Ticketshop an der Voith-Arena (bei Vorlage des Mitgliedsausweises) seinen Platz im Stadion sichern.

Wenn dann noch Karten übrig sind

Sollten nach dem Mitgliedervorverkauf noch Karten verfügbar sein, beginnt am morgigen Freitag um 10 Uhr der Vorverkauf für FCH-Dauerkarteninhaber der vergangenen Saison. Hierbei bittet der 1. FC Heidenheim ebenfalls, den Onlineshop zu nutzen. Online ist der Ticketvorverkauf für Dauerkarteninhaber bis Samstag um 15 Uhr möglich. Gegebenenfalls wird auch noch kurzfristig am Samstag der Fan- und Ticketshop an der Voith-Arena geöffnet sein. Informationen dazu folgen in den kommenden Tagen.

Keine Tageskasse am Sonntag

Auf jeden Fall gibt es aber am Spieltag selbst keinen Tageskassenverkauf. Und auch an eines müssen sich die Fans halten: Mit Ausnahme des Bereichs der Business-Plätze auf der Haupttribüne gibt es keine Möglichkeit, in Gruppen oder zu zweit nebeneinander zu sitzen. Wie der FCH erklärt, konnte trotz des Corona-Sonderspielbetriebs das Preisniveau der Tageskarten aus der Vorsaison gehalten werden.

Trotzdem noch unterschiedliche Regelungen


Eigentlich sollte nach der Einigung der Bundesländer eine deutschlandweit einheitliche Regelung in Sachen Zuschauer erwartet werden. Zumindest am ersten Zweitligawochenende ist das aber noch nicht der Fall.

So lässt beispielsweise Schleswig-Holstein 25 Prozent der Stadionkapazität zu, Holstein Kiel kann also sein Spiel gegen Paderborn vor rund 4000 Fans austragen. Dagegen muss die Corona-Verordnung in Niedersachsen erst noch angepasst werden, sodass Hannover 96 nur vor 500 Fans gegen den Karlsruher SC spielt. Beim Hamburger SV ist man noch unsicher und verkauft zunächst nur 1000 Tickets fürs Spiel gegen Fortuna Düsseldorf.

Noch gar keine Fans werden die Würzburger Kickers anfeuern. Die unterfränkische Metropole ist von der Corona-Pandemie aktuell derart stark betroffen wie kein weiterer Bundesligist, sodass hier die örtlichen Behörden anders entschieden haben. Die SpVgg Greuther Fürth will dagegen ihr Stadion beim Saisonauftakt am Sonntag wie erlaubt zu einem Fünftel füllen, gleiches gilt für Regensburg. Der VfL Bochum hat sich mit dem Gesundheitsamt darauf verständigt, knapp unter 5000 Fans (20 Prozent wären 5400) zuzulassen..