Heidenheim/Berlin / Thomas Jentscher Nach sieben Jahren beim 1. FC Heidenheim wechselt der Mittelfeldakteur Sebastian Griesbeck zum Erstligisten Union Berlin.

Die Gerüchte haben sich bestätigt, nach Informationen des Fachmagazins „Kicker“ schließt sich Sebastian Griesbeck dem Bundesligisten Union Berlin an. Da sein Vertrag ausgelaufen war, kann er ablösefrei in die Hauptstadt wechseln.

Der 29-Jährige spielte seit sieben Jahren für den 1. FC Heidenheim, meist als „Sechser“ im zentralen Mittelfeld. Griesbeck wurde vor allem für seinen Einsatz und seine Zweikampfstärke geschätzt. Ein Jahr nach seinem Wechsel an die Brenz stieg er mit Heidenheim in die 2.Bundesliga auf. Zuvor war der Landsberger beim SSV Ulm und beim TV Wiblingen aktiv.

„Der Abschied von Sebastian Griesbeck fällt uns natürlich nicht leicht. Er war über Jahre hinweg absoluter Leistungsträger, Führungsspieler und Identifikationsfigur. Auch in dieser Saison hatte er am Erfolg auf und neben dem Platz wieder einen maßgeblichen Anteil. Sinnbildlich dafür war, wie er sich nach seiner Knieverletzung vor der Winterpause nach kurzer Zeit wieder zurück ins Team gekämpft hat. Wir danken ‚Griese‘ für seine Leistungen sowie seinen bedingungslosen Einsatz für den FCH. Wir wünschen ihm persönlich und fußballerisch alles Gute für die Zukunft“, sagt Holger Sanwald, FCH-Vorstandsvorsitzender.

Neuer Schritt auf der Karriereleiter

Und was sagt Griesbeck selbst zu seinem Wechsel? „Ich danke dem FCH und seinen Fans für sieben unvergessliche Jahre, die mich sportlich wie menschlich sehr geprägt haben. In dieser Zeit haben wir unglaublich viel erreicht. Dennoch möchte ich nach dieser langen Zeit in Heidenheim nun in Berlin noch einmal einen neuen Schritt in meiner Karriere wagen. Der FCH wird für mich als Spieler aus der Region, der hier die Chance bekommen hat, im Profifußball Fuß zu fassen, immer eine Herzensangelegenheit bleiben.“

Der in Ulm aufgewachsene Sebastian Griesbeck wechselte im Sommer 2013 aus der Regionalliga vom SSV Ulm zum FCH in die 3. Liga. Mit dem FCH stieg er ein Jahr später in die 2. Bundesliga auf. Zudem zog er mit den Rot-Blau-Weißen zweimal ins DFB-Pokalviertelfinale ein und gewann 2014 den WFV-Pokal.

Der von den Fans abwechselnd Fußballgott oder Maschine genannte Spieler hat für den FCH 240 Partien absolviert und elf Tore geschossen, davon neun in der 2.Bundesliga. Bei Union Berlin trifft er seinen alten Teamkollegen Robert Andrich wieder, der auf ein erfolgreiches erstes Jahr bei den „Eisernen“ zurückblicken kann.

Das unglückliche 2:2 gegen Werder Bremen muss noch verarbeitet werden, aber schon jetzt ist klar, dass die Heidenheimer nicht alle Leistungsträger halten können.

Welche Lehren zieht der FCH aus dem knappen Scheitern in der Relegation? Ein Kommentar von Thomas Jentscher:

Der Innenverteidiger Timo Beermann wechselt nach sieben Jahren beim 1. FC Heidenheim zum VfL Osnabrück und damit zurück zu dem Verein, bei dem er ausgebildet worden ist.