Ulm/Berlin / Daniel Roßbach Nachwuchsjournalisten unseres Verlags haben sich zum 30. Jahrestag auf Spurensuche in Ost und West begeben.

Zum 30. Jahrestag des Mauerfalls am 9. November stellt die Südwest Presse ein spezielles Projekt vor: Das Wende-Magazin „Ein Land“. Geschrieben und gestaltet wird dieses Magazin von den Volontärinnen und Volontären der SWP sowie der Lausitzer Rundschau aus Cottbus und der Märkischen Oderzeitung aus Frankfurt (Oder).

Mehr als 20 Nachwuchsjournalistinnen und -journalisten aus den drei Zeitungen der Neuen Pressegesellschaft arbeiten dazu seit dem Frühjahr zusammen. In dem Magazin geht es nicht nur um die Geschichte der deutschen Teilung, um das Leid, das diese Grenze verursacht hat und die Wagnisse, die Menschen auf sich genommen haben, um sie zu überwinden. Sondern etwa auch darum, wie politisch aktives Leben in der DDR möglich war.

Die Wende ist auch heute noch in Gesprächen mit Familie und Freunden, mit Bekannten und Kollegen Dreh- und Angelpunkt vieler Geschichten. Einige Protagonisten haben ihre Erfahrungen schon geteilt, andere sprechen zum ersten Mal darüber. Pro­tagonistinnen sind zum Beispiel lesbische Frauen aus der DDR, Opfer von Stasi-Folter oder auch die Musiker der Band Die Fantastischen Vier, die sich an die Wendezeit erinnern.

Viele der Recherchen belegen zudem, wie in den drei Jahrzehnten seit dem November 1989 ein vereinigtes Land geformt wurde – und welche Verwerfungen es dabei gab und immer noch gibt.

Viele Umwälzungen

Erzählt werden Geschichten von Menschen, die von einem Teil dieses Landes in den anderen gegangen sind, um sich zu verwirklichen oder dieses eine Land mitzugestalten. Die Zeit vor der Wende haben die jungen Autorinnen und Autoren des Projekts kaum selbst bewusst erlebt. Sie versuchen, herauszuarbeiten, was das Erbe der Teilung heute bedeutet. Die Geschichten, die sie erzählen, spielen überall in Deutschland: weit im Osten in der Lausitz oder in Frankfurt an der Oder; entlang der ehemaligen Staatsgrenze, in der Regionen nicht ohne Schwierigkeiten zusammenwachsen; oder auch im Westen, für den die Vereinigung weniger dramatische Umwälzungen brachte, aber längst nicht unbedeutend war.

Das Magazin „Ein Land“ wird am 9. November einem großem Teil der Auflage beiliegen. Ab sofort erscheinen zudem bereits einzelne Texte sowie Videos und Bilder online auf der Projekt-Website. Daniel Roßbach

www.einland.net