Elisabeth Zoll Die Vorbereitungen für das Trinkwasserprojekt unserer Unicef-Spendenaktion sind abgeschlossen.

Es geht voran, wenn auch etwas langsamer als zunächst geplant. Die Corona-Pandemie erschwert auch im Niger die Arbeit an öffentlichen Projekten. Die Flughäfen des Landes sind geschlossen, ebenso Schulen und viele öffentliche Einrichtungen. Über der Hauptstadt Niamey liegt ein Lockdown. Das bremst auch die Arbeiten an der Wasserversorgung in den Dörfern von Gomozo in der Region Maradi, für die Leser unserer Zeitung das UN-Kinderhilfswerk Unicef mit rund 200 000 Euro unterstützt haben, eine Summe, die der Gartengerätespezialist Gardena aus Ulm noch einmal verdoppelt hat.

Doch die Vorbereitungen für die ursprünglich in diesen Tagen geplanten Bauarbeiten sind abgeschlossen. Die technische Machbarkeitsstudie wurde angefertigt, das Gelände begutachtet und dokumentiert. Auch das Ausschreibungsverfahren ist über die Bühne gegangen.  Zur Zeit werden nach Informationen von Unicef-Niger Unternehmen ausgewählt, die die Arbeiten ausführen sollen. Alles ist demnach  bereit für den ersten Spatenstich. Noch hofft Unicef, das Projekt bis zum Jahresende abschließen zu können, doch mit der Corona-Pandemie sind Planungen auch in Afrika schwieriger geworden.

Wie berichtet, wird mit dem Projekt die Trinkwasserversorgung für fünf Dörfer in der Kommune Gomozo samt deren Schulen aufgebaut. Dazu muss ein neuer Brunnen gebohrt und ein Wassertank gebaut werden. Anschließend werden Leitungen in die Dörfer und Schulen verlegt. Das Projekt wird den Dorfbewohnern Erleichterung bringen. Derzeit müssen sie sich an öffentlichen Brunnen versorgen, deren Wasser nicht selten mit Schmutz und Bakterien verseucht ist. Die Hauptlast der Wasserversorgung tragen Frauen und Mädchen, die oft weite Wege bis zur Wasserstelle zurücklegen müssen.

Wegen der Virus-Pandemie ist der Zugang zu Wasser noch wichtiger geworden. In Niger sind rund 750 Menschen an Covid-19 erkrankt. Die Zahl der Todesopfer wird mit 36 angegeben. Allerdings verfügt das Land nur über geringe Testmöglichkeiten. Elisabeth Zoll