Kabul / afp Anschläge schüren Spannung zwischen Regierung und den Taliban. Der Friedensprozess gerät in Gefahr.

Nach den Anschlägen in Afghanistan mit dutzenden Toten steigen die Spannungen zwischen den radikalislamischen Taliban und der Regierung. Die Taliban warnten, sie seien im Falle eines Angriffs von Regierungstruppen bereit zurückzuschlagen. Die Zahl der Todesopfer der beiden Attacken – eine davon auf eine Geburtsklinik – stieg derweil nach Behördenangaben auf insgesamt 56.

Der afghanische Präsident Aschraf Ghani machte für beide Taten die Taliban und die IS-Miliz verantwortlich und ordnete die Wiederaufnahme der militärischen Offensive der Regierungstruppen gegen aufständische Gruppen an. Die Taliban bestreiten eine Beteiligung an den Anschlägen und warnten am Mittwoch, sie seien „voll und ganz vorbereitet“, um auf Angriffe der afghanischen Streitkräfte zu reagieren. Damit steht die Zukunft des im Februar eingeleiteten Friedensprozesses, der ohnehin als fragil gilt, verstärkt in Frage. afp