Berlin / Stefan Kegel / NBR Die Bundesregierung erweitert die Ausbildungsmission der Bundeswehr in Westafrika.

Angesichts der wachsenden Terrorgefahr in Westafrika hat die Bundesregierung beschlossen, das Engagement der Bundeswehr in der Region auszubauen. Statt 350 sollen künftig bis zu 450 deutsche Soldatinnen und Soldaten im Rahmen der EU-Mission EUTM in Mali eingesetzt werden können, erklärte Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Mittwoch in Berlin.

Der Einsatz in dem Land dient dazu, die Sicherheitskräfte auszubilden und zu beraten. Im weitgehend rechtsfreien Gebiet der Sahelregion haben sich in den vergangenen Jahren Dschihadisten und lokale Milizen ausgebreitet. Dies stelle eine große Bedrohung für die Bevölkerung in Westafrika und letztlich auch für Europa dar, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes.

Dem erweiterten Mandat zufolge werden Bundeswehrsoldaten einen weiteren Aktionsradius erhalten. Waren sie bisher auf das Lager Koulikoro im weitgehend ruhigen Süden des Landes beschränkt, sollen die Ausbilder bald Kampfverbände in ihre Einsatzgebiete begleiten, allerdings an „gesicherten Orten“ bleiben. An einen Kampfeinsatz sei nicht gedacht, betonte Demmer.

Das bisherige Mandat läuft Ende Mai aus, der Bundestag muss der Verlängerung um ein Jahr noch zustimmen. Auch das Bundeswehr-Mandat im Rahmen der UN-Stabilisierungsmission Minusma in Mali soll verlängert werden. Stefan Kegel